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Klinikprojekt in Eritrea

Lions helfen mit fünfstelliger Spende

Stadtlohn. Der Lions Club Hamaland hat für ein Klinikprojekt in Eritrea gespendet – und zwar eine außerordentlich große Summe.

Lions helfen mit fünfstelliger Spende

Bei der Spendenübergabe (v.l.): Engelbert Sundermann, Dr. Peter Schwidtal, Jürgen Petershagen und der amtierende Präsident des Lions Club Hamaland, Dr. Jörg Tenhündfeld. Foto: Susanne Dirking

Der Verein Archemed (Ärzte für Kinder in Not) leistet Mütter und Kindern medizinische und humanitäre Hilfe über Landesgrenzen hinweg. Das aktuelle Projekt für die ehrenamtlichen Ärzte- und Technikerteams ist momentan Eritrea in Afrika. In Keren im Norden des Landes wird eine Mutter-Kind-Klinik gebaut. Dieses Projekt fördert der Lions Club Hamaland (Gescher, Stadtlohn, Vreden und Südlohn) mit einer großzügigen Spende von 40.000 Euro.

Der Betrag stammt aus der Adventskalender-Aktion, dem Benefizkonzert und Lions Quest. Am Wochenende erläuterte Dr. Peter Schwidtal, Vorsitzender des Vereins Ärzte für Kinder in Not, dem amtierenden Lionsclub-Präsidenten Dr. Jörg Tenhündfeld, seinem Vorgänger Jürgen Petershagen und Engelbert Sundermann vom Förderverein, die Lage in Eritrea, dem
viertärmsten Land der Welt.

Partisanen-Freiheitskampf erschütterte Land

Angefangen habe alles in dem von einem jahrzehntelangen Partisanen-Freiheitskampf erschütterten Land mit einer alten Soldatenunterkunft, die zur Kinderklinik umgebaut wurde und mit der Anschaffung der nötigsten medizinischen Geräte. Inzwischen werde dort von mehreren Archemed-Teams die ganze Palette der Kinderheilkunde geleistet. Schon seit 2009 begleite und versorge man auch Mütter mit neugeborenen Kindern. „Das Land hat viel zu wenig Ärzte und Frauenärzte“ sagt Dr. Schwidtal, der erst in diesem Monat aus Keren, der zweitgrößten Stadt des Landes zurückgekehrt ist.

Lions helfen mit fünfstelliger Spende

Patienten in Keren warten auf eine Untersuchung durch deutsche Ärzte. Foto: picture-alliance / dpa

2015 habe man mit dem Bau des neuen Mutter-Kind-Hospitals begonnen und im Januar soll es weitergehen, damit die Klinik im Herbst 2018 fertiggestellt sein wird. Und er ist optimistisch: „Wenn’s gut läuft, rechnen wir mit 3000 Geburten pro Jahr“.

Archemed habe sich außerdem auch an der EU-Protestaktion wegen der immer noch durchgeführten Beschneidungen von jungen Frauen beteiligt und aus diesem Grund die Imamen in den verschiedenen Dörfern dort aufgesucht, so Dr. Schwidtal.

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