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Im Erningfeld

Mehr Bauwillige als Bauland

STADTLOHN Jung, ledig und Nicht-Stadtlohner? Dann gehen die Chancen gegen Null, im neuen Baugebiet Erningfeld ein städtisches Grundstück zu ergattern. Andererseits: Stadtlohner Familien mit Kindern können sich deutlich höhere Chancen auf den Traum vom Eigenheim im Erningfeld ausrechnen.

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Im Erningfeld entstehen 90 neue Baugrundstücke. Die Zahl der Bewerber ist aber mehr als doppelt so groß.

In dieser Woche, am Mittwoch, 21. Juni, wird der Haupt und Finanzausschuss die Vergabekriterien festzurren. Die Verwaltung hat dazu einen Vorschlag ausgearbeitet.

Und das ist die Ausgangslage: Im Erningfeld werden in diesem Jahr rund 90 Baugrundstücke baureif. Ein Teil dieser Grundstücke wird von den bisherigen Eigentümern privat vermarktet, ein Teil von der Stadt Stadtlohn. Wieviele städtische Grundstücke gibt es? "Die Zahl steht exakt noch nicht endgültig fest", erklärte gestern der Erste Beigeordnete Günter Wewers (Foto) auf Anfrage der Münsterland Zeitung. Es werden aber wohl um die 50 sein.

Die Zahl der Interessenten ist vier Mal so groß. "Deutlich über 200 Personen" würden gerne ein Eigenheim im Erningfeld errichten. Das hat eine aktuelle Umfrage im Juni unter 230 Personen ergeben, die sich seit 2013 auf einer Warteliste haben eintragen lassen.

Drei Töpfe

Bürgermeister Helmut Könning wird am Mittwochabend aufgrund der Vielzahl von Bewerbungen vorschlagen, die bislang bereits geltenden Vergabekriterien noch ein wenig enger zu fassen (siehe Infokasten unten). Bewerber ohne Bezug zu Stadtlohn oder Investoren werden auf diese Weise von der städtischen Vergabe von Eigenheimgrundstücken ausgeschlossen. Die nach dem ersten Auswahl verbleibenden Bewerwerber werden auf drei Töpfe verteilt:

  • Topf 1: Eheleute, Paare oder Personen mit einem oder mehreren Kindern
  • Topf 2: Eheleute, die seit sechs Monaten verheiratet sind oder Paare, die seit mindestens sechs Monaten zusammenleben
  • Topf 3: sonstige Bewerber.

In einem Losverfahren werden zunächst aus Topf 1 nach und nach die Bewerber gezogen, die sich dann eines der Grundstücke auswählen dürfen und sich damit auch fürdie Errichtung eines Reihenhauses, einer Doppelhaushälfte, eines Bungalows, eines Einfamilienhauses oder einer Stadtvilla entscheiden.

Erst wenn alle Bewerber aus Topf 1 zum Zuge gekommen sind, sind die Bewerber aus Topf 2 an der Reihe. Ob am Ende auch noch Grundstücke für Bewerber im Topf 3 übrig sind, wird das Verfahren zeigen. Sie werden sich möglicherweise um die privat vermarkteten Grundstücke bewerben müssen.

Kaufpreis noch offen

Der Kaufpreis für die städtischen Grundstücke wird in der Ratssitzung am 5. Juli festgelegt. Eine konkrete Summe kann Günter Wewers noch nicht nennen. Nur soviel: Vor fünf Jahren kosteten die Baugrundstücke im damaligen Neubaugebiet Owwering zwischen 135 und 150 Euro.

Wer jetzt nicht zum Zuge kommt, kann auf neue Chancen hoffen: neue Bebauungspläne sind für das Berkelstadion und in Wenningfeld geplant. Danach sollen das Gebiet Owwering und das Baugebiet Wewers erweitert werden.

  Verwaltungsvorschlag für städtische Vergabekriterien

  • Bezug zu Stadtlohn: Wer in Stadtlohn aufgewachsen ist oder seit sechs Monaten in Stadtlohn wohnt oder seit sechs Monaten hauptberuflich in Stadtlohn arbeitet, erfüllt dieses Kriterium.
  • Selbstnutzer: Die Bewerber müssen vorab erklären, dass sie beabsichtigen, die Immobilie für die Dauer von zehn Jahren selbst zu nutzen.
  • Alter: Das Mindestalter soll für Käufer der Grundstücke von 18 auf 21 Jahre hochgesetzt werden. „Jüngeren Menschen kann zugemutet werden, auf die Ausweisung des nächsten Baugebietes zu warten“, so Bürgermeister Helmut Könning.
  • Erstbesitzer: Kommunale Grundstücke sollen nur an Interessenten veräußert werden, die noch kein
  • Wohneigentum besitzen. Begründete Ausnahmen sollen möglich sein.
  • Über diese Kriterien diskutiert am morgigen Mittwoch der Haupt-und Finanzausschuss in öffentlicher Sitzung; Beginn ist um 17 Uhr im Rathaus,Markt 3.
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Im Erningfeld entstehen 90 neue Baugrundstücke. Die Zahl der Bewerber ist aber mehr als doppelt so groß.

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