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Nach zwei brutalen Überfällen

Straßenräuber muss für vier Jahre in Jugendhaft

BOCHUM Nach zwei brutalen Überfällen auf offener Straße in Bochum ist ein 20-jähriger Straßenräuber am Mittwoch zu vier Jahren Jugendhaft verurteilt worden. Der Täter hatte binnen weniger Tage zwei Altenpflegerinnen auf dem Weg zur Arbeitsstelle angegriffen. Doch dies sind nicht die einzigen Vergehen, die in das Urteil mit einbezogen wurden.

Straßenräuber muss für vier Jahre in Jugendhaft

Der 20-Jährige hatte gleich zum Prozessbeginn ein Geständnis abgelegt. „Ich schäme mich sehr dafür“, sagte der 20-Jährige. Er sei jeweils auf dem Weg von der Disko gewesen und habe sich spontan entschlossen, die Frauen anzugreifen. Für beide Opfer waren die Taten ein echter „Albtraum“.

Am 10. März war der 20-Jährige gegen 5.40 Uhr in der Straße „Am Siepen“ aufgetaucht und hatte eine Altenpflegerin auf dem Weg zur Arbeit attackiert. Der 54-Jährigen wurde bei dem Straßenraub die Handtasche entrissen und immer wieder mit der Faust gegen das Gesicht geschlagen. 

Mehrere Brüche

Sie erlitt einen Jochbein- und einen Augenhöhlenbruch. Durch die schweren Gesichtsverletzungen war die Frau gezwungen, mindestens sechs Wochen nicht zu kauen. Bis heute ist die 54-Jährige in psychotherapeutischer Behandlung und absolut arbeitsunfähig.

Nur drei Wochen später erlebte eine Bochumerin (58) am Goyer Busch einen ganz ähnlichen „Albtraum-Überfall“. Auch diese Pflegerin wurde vom Angeklagten früh morgens auf dem Weg zur Arbeit angegriffen, auf eine Wiese gezerrt, blutig geschlagen und ausgeraubt.

Weitere Anklagen

In das Urteil mit einbezogen wurde auch eine einschlägige Vorverurteilung aus dem vergangenen Jahr sowie eine Vergewaltigung. Die Richter waren am Ende nämlich überzeugt, dass der 20-Jährige zwischen den beiden Straßenraubüberfällen in Bochum am 21. März in Köln zudem eine Disko-Bekanntschaft in einem Spielplatzhäuschen vergewaltigt hat. Das hatte der Angeklagte im Prozess bis zuletzt bestritten. 

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