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Internationales Treffen in Südlohn

Die stille Kunst der Fliegenfischer

Südlohn Eigentlich sind sie Vertreter der ruhigen Sorte. Nur bei einem können die Fliegenfischer laut werden. Niemand darf sie bei ihrem Treffen in Südlohn als Angler bezeichnen.

Die stille Kunst der Fliegenfischer

Auch die Wurfart „Casting“ durfte ausprobiert werden. Foto: Georg Beining

Es ist eine besondere Atmosphäre an diesem Sonntag im großen Saal der Gaststätte Terhörne. Wer schon einmal die konzentrierte Ruhe eines Schachturniers oder eines Treffens von Briefmarkensammlern erlebt hat, weiß, wovon die Rede ist. Hier sind es die Fliegenfischer. Sie sind aus ganz Deutschland, den Niederlanden und selbst aus Rumänien angereist, um die Kunst des Fliegenbindens zu demonstrieren.

„Wir sind Fischer“

Sie sind durchweg ruhige Vertreter, diese Sorte Petri-Jünger. Nur – was sie allesamt nicht mögen und wobei sie lebhaft werden, ist, sie Angler zu nennen. Christian Trilken aus Werne sitzt ganz vorn an der langen Tischreihe und konstruiert gerade eines dieser winzigen Insekten-Imitate, die dieser Art, Fische zu fangen, ihren Namen gegeben hat. Er macht klar: „Mit Angeln hat das nichts zu tun. Wir sind Fischer.“

Regine Maguhna aus Oldenburg ist der Beleg, dass Fliegenfischen kein reines Männerhobby ist. „Ich wollte vom Fliegenbinden zuerst nichts wissen“, gibt sie zu, „aber inzwischen bin ich fast süchtig danach.“ Seit sieben Jahren ist sie nun schon infiziert und war auch schon mal Meisterin in dieser Disziplin.

Gewässerökologie ist Thema

Eine eher wissenschaftliche Herangehensweise hat Jörg Hausner. Der Wuppertaler befasst sich gemeinsam mit einer Biologin mit Gewässerökologie und dem Insektenaufkommen an den flachen Fließgewässern, die für das Fliegenfischen geeignet sind.

Und dann hilft draußen vor der Gaststätte der Zufall: Auf der großen Wiese gegenüber mühen sich ein paar Männer mit Angeln und Schnüren ab. Dabei steht Dominik Borrmann. Der Erfurter ist der Deutschland-Chef der „European Fly Fishing Association“ und versucht, den Laien ein wenig von der speziellen Wurftechnik beizubringen. „Die setzen zu viel Kraft ein“, kommentiert der Inhaber einer Schule für Fliegenfischen die ersten Versuche, „sie müssen die Eigenenergie der Rute nutzen.“ Kraftloses Werfen sei das Geheimnis, verrät der Fachmann: „Dann kann das Fliegenfischen sogar zu einer Therapieform werden.“

Rolf Nathues, gemeinsam mit Daniel Wilmers Organisator dieses Treffens, ist sehr zufrieden mit der Resonanz, wie er auf Anfrage der Münsterland Zeitung bekräftigt: „Es ist schon besonders, so viele Individualisten und Einzelgänger an einen Tisch zu kriegen. Und das Ganze war auch noch eine Charity-Veranstaltung für rumänische Jugendliche.“ Inzwischen hat er die Facebook-Gruppe „Flussläufer“ gegründet. Auch das läuft gut. Nathues: „Mehr als 2200 Interessenten haben sich inzwischen angemeldet.“

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