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Wohnen im Alter

Gemeinderat zögert bei Eppings Zukunftsvision für Oeding

Südlohn Den Oedinger Kirmesplatz will Hubert Epping mit einer barrierefreien Wohnanlage für Senioren bebauen. Der Gemeinderat wartet noch.

Gemeinderat zögert bei Eppings Zukunftsvision für Oeding

So könnte der erste Bauabschnitt aus Perspektive der Pfarrer-Becker-Straße (l. im Bild) aussehen. Grafik Epping

Hubert und Maik Epping haben für Oeding eine Zukunftsvision für Senioren entwickelt. Nach einem Bericht der Münsterland Zeitung über ihre Pläne war die Resonanz groß.

Das berichtete Hubert Epping, der auch Vorsitzender der Bürgerstiftung Südlohn-Oeding ist, am Mittwochabend im Gemeinderat. Der Investor stellte den Kommunalpolitikern ein Projekt vor, das bedeuten würde, dass der Oedinger Kirmesplatz weichen müsste.

Das spielte in der Diskussion der Kommunalpolitiker aber kaum eine Rolle. Die sprachen mehr von „einem Luxusproblem“, weil es derzeit mehrere Interessenten gibt, die in Oeding Seniorenprojekte in unterschiedlichen Formen realisieren möchten.

Verantwortung abgeben

„Der Wunsch vieler Senioren ist es, die Verantwortung für ein Haus im Alter abzugeben.“ Das ist das Ergebnis verschiedener Gespräche, die Hubert Epping nach der Veröffentlichung der Münsterland Zeitung mit Oedingern geführt hat. Epping: „Ziel muss es sein, Senioren so lange wie möglich selbstständig und unabhängig unterzubringen.“ Dabei sei das eigene Haus mit zunehmendem Alter häufig eine Last. Auf der anderen Seite wären junge Familien froh, wenn ihnen frei werdende Altimmobilien angeboten würden.

Konzept entwickelt

Das unter einen Hut zu bringen, dafür hat Epping ein Konzept entwickelt. Die von ihm geplante, barrierefreie Wohnanlage mit bis zu 25 Wohnungen möchte er auf dem Kirmesplatz an der Ecke Panofen/Pfarrer-Becker-Straße bauen: mit kleinen Gärten, Balkon, Tiefgaragenstellplatz, Wohnungsgrößen zwischen 65 und 85 Quadratmeter sowie einem Innenhof und einem Treffpunkt, beispielsweise für eine Runde Skat...

Die Umsetzung seiner Pläne, die es nach seinen Worten so in Oeding noch nicht gibt, macht Hubert Epping aber vom Standort abhängig. Für den Investor kommt nur der Kirmesplatz infrage. Begründung: Ärztehaus, Apotheke, Banken, Geschäfte, Rathaus „alles ist in einem Umkreis von 200 Metern“ und damit für Senioren gut erreichbar.

Weitere Überlegungen

Die Mitglieder des Gemeinderates hörten bei den Ausführungen des Unternehmers aufmerksam zu und stellten einige Nachfragen. Mit einem Ja für die Bebauung der Festwiese entließen sie Hubert Epping, der zurzeit übrigens amtierender König der St.-Jakobi-Schützenvereins ist, aber nicht. Die Ratsmitglieder begründeten ihre Zurückhaltung in der Sitzung mit weiteren Investoren, die in Oeding Projekte für Senioren umsetzen wollen. Die – „nur an vier Tagen im Jahr genutzte Festwiese“, so Hubert Epping – zwingt außerdem zu weiteren Überlegungen.

Günter Bergup (UWG) will dieses Thema in das für Oeding geplante Integrierte Handlungskonzept aufnehmen. „Wir müssen das zukunftsfähig für die Gemeinde entscheiden“, schloss sich dem Alois Kahmen (CDU) an. Barbara Seidensticker-Beining (SPD) ergänzte: „Wir brauchen auch Wohnraum für junge Leute.“

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