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Förderschädlich für Oeding

Handlungskonzept für Südlohn auf „Eis“ gelegt

Südlohn. Erhält Südlohn Zuschüsse für die Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes, kann das für Projekte in Oeding förderschädlich sein.

Handlungskonzept für Südlohn auf „Eis“ gelegt

Die „Stärken verbessern und die Schwächen mindern“, das soll das Ziel des Integrierten Handlungskonzeptes für Südlohn sein. Am vergangenen Mittwoch stellte Stadtplaner Felix Kutzera die Ergebnisse aus oder Dorfspaziergang (wir berichteten) und daraus abgeleitete Empfehlungen dem Gemeinderat vor.

Beispielsweise schlägt der Planer vor, Parkflächen anders zu gestalteten, damit sie nicht so präsent im Ortsbild sind. Wichtig ist Kutzera auch die „Integration der Schlinge“, die zurzeit eher unsichtbar durch den Ort fließt. Im Ortskern wünscht sich der Planer eine höhere Aufenthaltsqualität.

Viele Gestaltungsmöglichkeiten

Die Schaffung von Spiel- und Sitzmöglichkeiten will er mit den Bürgern absprechen. Eine Idee von Felix Kutzera ist auch die Verlagerung des Jugendtreffs „Oase“. Umzug in die benachbarten Hallen an der Jugendkunstwerkstatt oder sogar ein Neubau seien im Rahmen der Umsetzung des Tonart-Projektes (Musik-, Proben- und Konzertgebäude) denkbar. Aufwertung des Vereinshausplatzes und der Eschstraße sind weitere Vorschläge des Planers, der als „weitere Vorgehensweise“ vorschlug, nach Fördermöglichkeiten zu suchen.

Hohe Kosten
„Das sind Zahlen jenseits der zwei Millionen Euro“, schnappte CDU-Fraktionsvorsitzender Hermann-Josef Frieling (Foto)

Handlungskonzept für Südlohn auf „Eis“ gelegt
nach Luft und stellte die Frage, ob das zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt finanziell umsetzbar sei. Er wollte das Konzept daher nicht verabschieden und sah als richtigen Zeitpunkt dafür die Vorlage des gleichen Konzeptes für Oeding. Außerdem wünschte Frieling sich, dass den Bürgern das Konzept vor Verabschiedung vorgestellt wird. Kritisch wurde er, als er geänderte Bedingungen bei der Landesförderung ansprach. Danach reduziert sich die Zuschüsse von 60 auf 40 Prozent, was den Organisatoren des Tonart-Projektes nicht wenige Kopfschmerzen bereitet. „Die müssen sich erst selber neu sortieren“, sagte Frieling. „Ich hätte erwartet, dass die Politik von der Verwaltung informiert wird“, meint Frieling zu den geänderten finanziellen Rahmenbedingungen. Schließlich sei das Tonart-Projekt wesentlicher Bestandteil und Auslöser des Handlungskonzeptes. Auch vor diesem Hintergrund wollte er das Konzept noch nicht beschließen.

Mit seinen Vorschlägen hatte Frieling den Wunsch des Rates formuliert. Dass die Politiker vor Verabschiedung des Südlohner Konzeptes auf die Planung für Oeding warten werden, manifestierte sich, als sie außerdem von den Planern hörten, dass es „politisch nicht einfach wird, eine zweite Förderkulisse zu erhalten“. Will sagen: Werden jetzt Förderanträge für Projekte in Südlohn gestellt, gibt es wahrscheinlich kein Geld mehr für Maßnahmen in Oeding. Diese Aussage habe ihn „schockiert“, meinte Maik van de Sand (Grüne), der sich diese Information viel früher gewünscht hätte.

Der Ratsbeschluss: Noch in diesem Jahr soll der Auftrag für ein Integriertes Handlungskonzept für Oeding auf den Weg gebracht werden. Es wird eine Bürgerinformation geben und die Vorschläge der Planer werden in den politischen Gremien näher beraten.

Handlungskonzept für Südlohn auf „Eis“ gelegt

Zusammen mit den Südlohnern haben die Planer Maßnahmen für das Integrierte Handlungskonzept erarbeitet. Grafik: Gemeinde Südlohn

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