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Antrag für die Ratssitzung

UWG will Hauptschule verkaufen

Südlohn Die Hauptschule verkaufen und mit den Einnahmen einen Teil des Finanzbedarfs für den Schulneubau decken, das will die UWG. Bei der kommenden Ratssitzung wird das Thema.

UWG will Hauptschule verkaufen

Dass Schüler durch die Flure der Roncalli-Schule gerannt sind, ist schon einige Zeit her. Zurzeit steht die Schule leer, der Kreis wird dort aber als Mieter mit der Hans-Christian-Andersen-Förderschule einziehen. Foto: Markus Gehring

Bisher waren es in letzter Zeit nur hin und wieder Aufforderungen und Anregungen von der UWG während verschiedener Rats- und Ausschusssitzungen. Die Gremien haben es jedesmal vermieden, den durch die Unabhängigen angeregten Verkauf der Hauptschule weiter zu besprechen.

Beschlussempfehlung

Für die Ratssitzung am kommenden Mittwoch, 13. Dezember, macht die UWG aber ernst. Sie hat das Verkaufsthema in einen eigenen Antrag gepackt, den Bürgermeister Christian Vedder auf die Tagesordnung genommen hat. Beschlussempfehlung der Verwaltung: „Der Rat der Gemeinde Südlohn beauftragt die Verwaltung, mit dem Kreis Borken Verhandlungen über den Verkauf der Roncalli-Hauptschule aufzunehmen.“

Nach dem Auslaufen der Schule zum Schuljahresende steht das Gebäude leer. Der Kreis hat es angemietet und will dort im neuen Jahr mit der Hans-Christian-Andersen-Förderschule einziehen. Die hat zurzeit Standorte in Ahaus und Rhede, die in Südlohn zusammengelegt werden. Rund 140.000 Euro Miete zahlt der Kreis jährlich für die Schule an Miete.

Eigentlich hatte der Rat das Thema Verkauf bereis im Mai für die nächsten zwei Jahre zu den Akten gelegt. Damals hatte die Verwaltung den Vorschlag zum Verkauf gemacht und war damit im Rat gescheitert. Nur die UWG hatte sich dafür ausgesprochen.

Nicht am Standort festhalten

Ihren jetzigen Antrag begründet die UWG auch damit, dass die Schulpolitik in NRW nach dem Regierungswechsel derzeit nicht dazu beiträgt, weiter an dem Hauptschulstandort festzuhalten. Günter Bergup: „Es gibt aus heutiger Sicht keine Anzeigen dafür, dass nach Ablauf des Mietvertrages in fünf Jahren eine reale Chance besteht, den Standort mit einer Schulform, wie immer die auch aussehen mag, wieder zu beleben.“ Bergup weist auch darauf hin, dass das im Oktober von der Verwaltung vorgestellte Schuldenmanagement der Gemeinde den Verkauf der Schule beinhaltet.

Die UWG möchte mit den Einnahmen aus dem Verkauf der Schule das benötigte Finanzvolumen für den Neubau an der St. Vitus-Grundschule senken. Die Kosten für den Trakt sind gerade erst auf über sechs Millionen Euro angestiegen.

Der Gemeinderat wird den Antrag der UWG in seiner Sitzung am Mittwoch, 13. Dezember, beraten.

Die Sitzung beginnt um 18 Uhr, im Sitzungssaal des Oedinger Rathauses, Winterswyker Straße 1.

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