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Förderungen

Theater Total wird "Zukunftsprojekt" der Stadtwerke

BOCHUM Die Teilnehmer von Theater Total haben in diesem Jahr einen vollen Terminkalender. Neben ihrer alljährlichen Inszenierung sind sie nun auch noch als Zukunftsprojekt der Stadtwerke ausgezeichnet worden. Die Jugendlichen übernehmen ab sofort eine Theater-Patenschaft für Schulkinder.

Theater Total wird "Zukunftsprojekt" der Stadtwerke

Sie ziehen alle an einem Strang: Die diesjährigen Teilnehmer von Theater Total.

Grenzüberschreitung und Bewegung - das sind die zentralen Themen, die die Jugendlichen von Theater Total in diesem Jahr beschäftigen werden. Dahinter stehen zwei große Projekte, für die die Theatergruppe nun umfangreiche Fördergelder erhält.

„Wenn junge Menschen, noch jüngeren Menschen etwas beibringen, dann funktioniert das wunderbar“, weiß Barbara Wollrath-Kramer, Leiterin der Theatergruppe Theater Total. So entstand die Idee, mit den Teilnehmern ihrer Theatergruppe Unterstützung für theaterbegeisterte Kinder der Willy-Brandt-Schule zu leisten. Jedem Schulkind steht ein Theater Total-Mitglied zur Seite - gemeinsam soll dann eine Tanzperformance entwickelt werden. Dabei steht das gegenseitige Lehren und Lernen im Vordergrund.

Auch für Petra Winkler, Lehrerin an der Willy-Brandt-Gesamtschule eine neue Erfahrung, in die sie viele Erwartungen setzt: „Ich hoffe, dass die Kinder lernen können, dass es sich lohnt, den Mut aufzubringen, auf einer Bühne zu stehen.“ „Und sie bewegt sich doch!“ ist der Titel dieses Projektes.

Mit insgesamt 30 000 Euro wird Theater Total von den Stadtwerken für dieses Vorhaben unterstützt. Als eines von insgesamt acht Zukunftsprojekten, die die Stadtwerke in diesem Jahr ausgewählt haben, kommt auf die Gruppe eine große Verantwortung, aber auch viel Freude zu. Nicht nur bei diesem Vorhaben werden die Teilnehmer von Theater Total an ihre Grenzen kommen - auch zweite Projekt trägt Herausforderung im Namen: „Grenzüberschreitung“ heißt es und wird von der Kulturstiftung des Bundes gefördert.

Dokumentation

Mit Hilfe der Förderung von insgesamt 100 000 Euro sollen die Teilnehmer bei der Realisierung ihrer Theaterinszenierung begleitet und unterstützt werden. Zusätzlich gibt es noch einmal 50 000 Euro, die allein für einen Film bestimmt sind, der über die Arbeit von Theater Total gedreht werden soll. Erste Erfahrungen mit der ständigen Kamerabegleitung haben die Teilnehmer schon gemacht: „Gestern wurden wir beim Tanzen und beim Kochen gefilmt“, erzählt einer von ihnen. Manche berichten, dass man die Kamera dabei schnell vergesse, andere wiederum fühlten sich schon in unangenehmen Situationen und bei der Ausführung fehlerhafter Tanzschritte ertappt.

Doch sie alle sehen die Kamera und den anschließenden Film als Überprüfung: „So können wir unsere Fortschritte wunderbar beobachten“, freut sich einer der Teilnehmer. Vor allem ist der Film aber dazu gedacht, Fachkräften und Interessierten das Konzept von Theater Total näherzubringen, denn wie Wollrath-Kramer betont: „Theater Total ist weltweit einzigartig.“

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