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Kulturausschuss spricht von 165.000 Euro

Bücherei bekommt höheren Zuschuss

VREDEN Was ist der Stadt Vreden die Öffentliche Bücherei wert? Nach Jahren im Zeichen steigender Kosten gab es jetzt eine politische Antwort.

Bücherei bekommt höheren Zuschuss

Die Vredener Bücherei – eine Anlaufstelle für viele Menschen in der Widukindstadt und damit auch ein Frequenzbringer für den Stadtkern. Jetzt ging es um die Höhe des städtischen Zuschusses. Foto: Markus Gehring Foto: Markus Gehring

Die Stadt will den gestiegenen Kosten bei der Öffentlichen Bücherei Rechnung tragen – und gleichzeitig ein Zeichen setzen, dass den finanziellen Spielraum deutlich aufzeigt: Einstimmig hat sich der Kulturausschuss dafür ausgesprochen, den städtischen Zuschuss für das nächste und die folgenden Jahre auf 165.000 festzusetzen.

Den Hintergrund dafür hatte Erster Beigeordneter Bernd Kemper zuvor noch einmal in Erinnerung gerufen. Der Neubau der Bücherei und die damit verbundene Erweiterung hätten zu höheren Fixkosten geführt, ein weiterer Faktor seien die Personalkosten. Kemper unterstrich, wie wichtig die Bücherei für Vreden sei – auch als Bestandteil der Kulturachse und als starker Frequenzbringer für die Innenstadt.

Die Qualität dieser Einrichtung sei beizubehalten. Die Frage sei nun: Was ist der Stadt die Bücherei wert? Seine Antwort: „eine Menge!“ Kemper zeigte auf, dass verschiedene Möglichkeiten für Einsparungen ausgelotet worden seien. Sie reichten vom weiteren Ausbau des städtischen Zuschusses über eine feste Höhe bis hin zu Kürzungen. Die Stadt schlage nun vor, die Fördermittel auf 165.000 Euro festzusetzen. Diese Summe ist am ermittelten Kostenbedarf orientiert und mit dem Bücherei-Beirat abgestimmt, der im November getagt hat und sich mit der Kostenentwicklung beschäftigte. Unabhängig davon stehe die Stadt zu ihren vertraglichen Verpflichtungen. Aber eine Festlegung setze auch das Signal, mit dieser Summe auszukommen.

Dass auch auf kirchlicher Seite beziehungsweise im Bücherei-Beirat intensiv über diese Frage gesprochen wurde, berichtete Pfarrer Guido Wachtel. So sei etwa ausgewertet worden, ob sich die erstmalig in dieser Form durchgeführten Büchereiferien finanziell ausgewirkt hätten. Was als Sparmaßnahme gedacht war, hat aber unter dem Strich offensichtlich sogar Mehrkosten nach sich gezogen: Die dadurch geringeren Ausleihzahlen würden nicht ohne Auswirkungen auf die Höhe des Zuschusses durch das Bistum bleiben.

Der Vorschlag der Verwaltung fand im Ausschuss breite Zustimmung. „Eine gute Bücherei muss uns auch etwas wert sein“, sagte Gisela Waning (CDU). Sicherlich seien aber auch die Kosten im Blick zu halten. Darüber herrsche Einigkeit. „Wir waren gegen die Büchereiferien“, erinnerte Reinhard Laurich an die Haltung der SPD zu der Maßnahme. Laurich sagte, ihm fehle eine Gegenüberstellung der Energiekosten. Seine Fraktion könne zwar dem Vorschlag der Verwaltung zustimmen, „das kann aber so nicht weitergehen“.

Einen kritischen Blick auf das Angebot der Bücherei regte Christel Kovermann (FDP) an, gegebenenfalls auch eine Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing. Zustimmung zum Zuschussmodell signalisierte auch Helma Benke: „Die Kinder werden sich freuen, dass der Sommerleseclub wieder stattfinden kann.“

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