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Halloween in Vreden

Gruselspaß öffnet Türen

VREDEN Halloween ist schon lange in Deutschland angekommen – zumindest bei den Kindern. Die Reaktionen der Erwachsenen fallen aber unterschiedlich aus.

Gruselspaß öffnet Türen

Gut geschminkt ist halb gegruselt…

Für Jannis Tenhagen stand fest: Den achten Geburtstag wollte er in diesem Jahr als Mottoparty feiern. Der junge Vredener und seine sieben Gäste verwandelten sich am Dienstagabend also in schaurige Gestalten und zogen los durch die Nachbarschaft: ein kleines Abenteuer, denn die Kinder wussten vorher nicht, wie sie an den Haustüren empfangen würden. Denn auch wenn der Brauch seinen Weg aus Nordamerika ins westliche Münsterland inzwischen gefunden hat: Wasden einen als willkommener Spaß gilt, empfinden manche als eine Entwicklung, die eigene Traditionen verdrängen könnte.

Für Jannis und seine Freunde sollten derartige Gedanken aber an diesem Abend die Freude nicht trüben. Bevor sie loszogen, hatten sie die Regeln abgeklärt: Geklingelt wird nur, wo die Außenbeleuchtung eingeschaltet ist. Und wenn nach einer Minute die Tür noch verschlossen ist, wird weitergezogen.

Sabrina Lansing war die erste, die den Gruselfreunden geöffnet hat. „Süßes oder Saures“, hallte es aus den acht Kehlen. Eine Schüssel mit Süßigkeiten stand schon bereit, und die Kinder griffen beherzt zu. „Ich bin schon seit ein paar Jahren gut auf diese Besuche vorbereitet“, sagte Sabrina Lansing. Es war die zweite Gruppe, die an diesem Abend bei ihr klingelte und mit Saurem drohte, falls es nichts Süßes gäbe. „Von früher kenne ich diese Tradition nicht. Das gab es noch nicht, als ich selber in dem Alter war. Aber wenn die Kinder Spaß dran haben und uns keine Eier ans Haus schmeißen, ist alles in Ordnung.“

Erwachsene machen mit

Eine Straße weiter geht auch Thorsten Müller, selbst schaurig geschminkt, mit seinen Kindern durch die Nachbarschaft. Er sagt: „Wir sind jetzt das zweite oder dritte Mal an Halloween unterwegs. Die Kinder haben es woanders gesehen und wollten das auch machen, so haben wir uns dieser Tradition angeschlossen und eine Menge Spaß dabei.“

Die Geburtstagsgesellschaft hat unterdessen bereits zum vierten Mal die Tüte gefüllt bekommen, die am Ende des Abends gerecht auf die acht Kinder aufgeteilt wird. Niklas trägt den großen Sack und hat schon Mühe, ihn mit einer Hand zu halten. „Das wird mir zu schwer. Haben wir noch eine zweite Tasche dabei?“ fragt er Hendrik. Der nickt und holt aus der Jackentasche eine weitere Tüte.

Patrick Busch ist Niederländer. Er berichtet, dass er diese Tradition nicht kennt. Schon kommt auch bei ihm eine zweite Gruppe mit Kindern an. Weil er nicht darauf vorbereitet war, hat er keine Süßigkeiten mehr. Aber die Kinder freuten sich auch über eine Packung Chips.

Nicht überall herrscht in der Nacht zu Allerheiligen Freude über diese ursprünglich aus Irland stammende Tradition. Manche bedauern, dass Kinder die hiesigen alten Traditionen wie St. Martin nicht mehr kennen und pflegen würden. Dennoch bekommen sie überall eine Portion Süßigkeiten. Auf die Frage was denn passiert wäre, wenn sie keine bekommen hätten, antworten die Jungen und Mädchen einstimmig: „Nichts!“

Nachdem die Gruppe an zehn Haustüren Süßigkeiten ergattert haben, machen sie sich zurück zu Tenhagens. Dort wartet ein Gruselessen mit Pommes und Mumienwürstchen auf sie. Drei Kilogramm Süßes haben die acht Kinder eingesammelt und jeder kann am Ende einen großen Beutel mit nach Hause nehmen.

Wiederholung geplant

Spaß hatten sie, die vier Skelette, der Vampir, der Zombie, die Mumie und der Dämon. Sie wollen das Fest im nächsten Jahr wiederholen. Für Niklas und Marie war es die erste Halloweenwanderung. Eine halbe Stunde hätte das Schminken gedauert, sagt Marie: „Aber es hat sich gelohnt.“ Die anderen sechs sind schon in den vergangenen Jahren unterwegs gewesen. Aber bei dieser Geburtstagsparty sei es am schönsten gewesen.

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