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Maximilane Jetter in den USA

Highschool-Basketball war das Highligt

VREDEN Wie ist das Leben in den USA? Die Vredenerin Maximilane Jetter hat dort zehn Monate verbracht und viel erlebt. Einiges war ganz anders als zuhause.

Highschool-Basketball war das Highligt

Homecoming: ein Schulball. Dafür war die Turnhalle wie eine Tanzfläche dekoriert und ein DJ hat aufgelegt. Die Mädchen tragen aus Tradition ein kurzes Kleid. Das Foto ist in einem Park entstanden, Maximiliane ist die Dritte von rechts.

Die 17-jährige Maximiliane Jetter war als Austauschschülerin in den USA. Ermöglicht hat das das Parlamentarische Patenschaftsprogramm des Bundes (PPP). Es ist der 15. August 2016, acht Uhr morgens. Maximiliane Jetter steht mit ihrer Mutter am Flughafen in Frankfurt. Maximiliane wird an diesem Tag 16 Jahre alt. In wenigen Stunden wird sie nach Dayton in Ohio fliegen. Die Vredenerin wird ab dann zehn Monate als Austauschschülerin in den USA verbringen.

Die Bewerbungsphase für den Austausch beginnt ein Jahr früher. Maximiliane sieht einen Aufruf des Bundestagsmitglieds Johannes Röring (CDU) zum Stipendium des PPP. Familiär hat sie schon Erfahrungen mit Austauschen: Ihr Bruder Lukas war über ein Stipendium des PPP in den USA, ihre Familie selbst Gastfamilie für eine Austauschschülerin aus den Staaten. Also beschließt Maximiliane, sich zu bewerben. Dafür muss sie zuerst ein einfaches Formular abschicken. „Erst mal ging es darum, ob man sich überhaupt qualifizieren kann“, sagt sie. Maximiliane kommt bis in die letzte Runde. Jetzt hängt es von der Bundestagsabgeordneten – in Maximilianes Fall der Vredenerin Ursula Schulte (SPD) – ab, wer genommen wird. Letztendlich erhält Maximiliane einen Anruf, dass sie das Stipendium bekommt.

Gastfamilie in Englewood

Im April erfährt sie, dass sie bei einer Gastfamilie in Englewood, einem Vorort von Dayton mit etwa 13 000 Einwohnern, leben wird. Ihre Gasteltern haben selbst keine Kinder, aber schon etwa 15 Austauschschüler aufgenommen, sagt Maximiliane. Zur gleichen Zeit wie sie lebt eine Austauschschülerin aus Moldawien in der Familie.

An der Northmont High School, die Maximiliane besucht, bemerkt sie schnell die Unterschiede zu Deutschland. Auf die High School gehen etwa 2500 Schüler, und das nur für die Stufen 9 bis 12, die eine amerikanische High School umfasst. Die Schüler stellen sich ihren Stundenplan selbst zusammen. Der ist jeden Tag derselbe. Für Maximiliane heißt das: Jeder Tag beginnt mit der „Study Hall“. Dabei sitzt man in der Cafeteria, kann Hausaufgaben machen oder Musik hören. Dann hat sie International Marketing. Dabei hört ebenfalls jeder Musik, einschließlich des Lehrers, der sie aussucht. Weitere Fächer wie Government oder History stehen auf ihrem Plan. Von der High School bekommt jeder Schüler ein iPad. Für die Fächer gibt es virtuelle Klassenräume, in denen man Hausaufgaben erledigen kann. Zur Schule fährt Maximiliane mit einem gelben Schulbus, wie man ihn aus amerikanischen Filmen kennt. „Der hält wirklich an jeder Straßenecke: um 7.16 Uhr links und um 7.18 Uhr rechts von unserem Haus“, beschreibt sie.

Großes Sportangebot

Besonders an den High Schools ist das Sportangebot groß und es wird in den Stundenplan eingebunden. Maximiliane spielt dort Basketball und darf sich über einen Erfolg freuen: Sie schafft es ins Team der High School. Für sie bedeutet das: jeden Tag nach der Schule Training. Kurz darauf geht die Saison los, Maximiliane hat zwei bis drei Spiele pro Woche und an den restlichen Tagen Training und verbringt so den ganzen Tag an der High School. „Basketball war für mich das Highlight. Da habe ich alle meine Freunde kennengelernt“, sagt sie.

Durch das Engagement ihrer Gastfamilie sieht Maximiliane einiges von den USA. Sie besuchen ein Football-Spiel der NFL, der höchsten Liga der USA, campen an Seen, reisen in die Nachbarstaaten und nach Chicago. Zudem lernt sie traditionelle amerikanische Feiertage wie Thanksgiving oder den Memorial Day und Phänomene wie den Black Friday kennen, an dem ab fünf Uhr morgens Kunden wegen der guten Angebote in die Läden drängen.

Aber auch in ihrer Gastfamilie bemerkt die Schülerin einige Unterschiede. Zum Beispiel hat ihr Gastvater immer eine Waffe dabei, wenn er das Haus verlässt. Kontakt mit dem Ehepaar aus Englewood im Bundesstaat Ohio hat Maximiliane immer noch. „Wir schreiben täglich und skypen einmal pro Monat“, erzählt die Vredenerin.

Info:

- Über das Parlamentarische Patenschaftsprogramm können Schüler und junge Berufstätige über ein Stipendium einen Austausch in die USA machen. Jugendliche aus den USA kommen ebenfalls über den Austausch nach Deutschland.

- Das PPP ist ein gemeinsames Programm des Deutschen Bundestages und des US-Kongresses.

- Die Austauschschüler gehen als Junior-Botschafter in die USA. Sie sollen auf familiärer Ebene den kulturellen Austausch fördern. In jedem Jahr gehen 285 Schüler in die USA und 285 Jugendliche nach Deutschland.

- Über das Vollstipendium werden alle Kosten des Austausches übernommen. Die Gastfamilien hingegen nehmen freiwillig Austauschschüler auf, sie bekommen kein Geld.

- Infos: www.bundestag.de/ppp

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