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Diskussion im Ausschuss

Hofanlage im Stadtpark soll öfter öffnen

VREDEN Die altehrwürdigen Gebäude könnten viele Geschichten aus früheren Zeiten erzählen. Das Wann und Wie sorgt allerdings für Diskussionen.

Hofanlage im Stadtpark soll öfter öffnen

Die westmünsterländische Hofanlage im Vredener Stadtpark: In welcher Form es in der Zukunft wieder Öffnungszeiten gibt, ist derzeit Gegenstand von Abstimmungsgesprächen zwischen Kreis, Stadt und Heimatverein. Foto Gehring Foto: Markus Gehring

Der Unmut war mit Händen zu greifen, die Kritik aus den Reihen der Politik deutlich formuliert. Stein des Anstoßes im vergangenen Kulturausschuss: die westmünsterländische Hofanlage im Vredener Stadtpark. Die Frage, die im Raum stand: Warum ist die Anlage mit ihren baulichen Zeugnissen aus alter Zeit nicht mehr regulär geöffnet? In der Tat: Wer auf der Homepage des Kult zu diesem Thema Informationen sucht, wird zwar vieles finden über die Anlage mit ihren elf Gebäuden. Von Öffnungszeiten oder Möglichkeiten zur Besichtigung ist dort aber nicht die Rede.

Die eingeschränkten Öffnungszeiten der Bauernhausmuseumsanlage seien seinerzeit Bestandteil des Konzepts für den Übergang vom Hamalandmuseum zum Kult gewesen, blickte Karl-Heinz Gördes, Pressesprecher des Kreises Borken, im Gespräch mit der Münsterland Zeitung zurück. Es sei vorgesehen, dass die Gebäude der Anlage zu bestimmten Veranstaltungen – zum Beispiel verkaufsoffenen Sonntagen – geöffnet würden. Darüber seien der Kreis Borken und die Stadt Vreden noch in abstimmenden Gesprächen. Für den Heimatverein bestehe das Angebot, die Museumsanlage in Eigenregie für Veranstaltungen zu nutzen.

Abstimmungsgespräche

Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch sagte auf Anfrage, dass über das Thema Hofanlage mit den Beteiligten Abstimmungsgespräche geführt würden. Das erklärte Ziel sei es, dass die Hofanlage an besonderen Tagen wie verkaufsoffenen Sonntagen oder auch Ereignissen wie dem Berkelaktionstag geöffnet werde. Ob es darüber hinaus zu Öffnungszeiten komme, hänge nicht zuletzt vom Einsatz des Ehrenamtes ab.

Den Wunsch nach weiteren Öffnungszeiten gibt es nicht nur im politischen Raum. Er wird auch von Aktiven des Vredener Heimatvereins geteilt. Sie haben sich seit vielen Jahren für die Hofanlage engagiert und sind bereit, dort am Ball zu bleiben: Der Möllenkring möchte in der Huningschen Wassermühle weiter aktiv sein, ebenso die Schmiedegruppe, und auch der Duft frisch gebackenen Brotes aus dem Backhaus soll sich an besonderen Tagen in der Anlage verbreiten.

Die Heimatfreunde sind überzeugt: Bei den Besuchern gibt es ein großes Interesse daran, die Gebäude näher in Augenschein nehmen zu können und damit einen Einblick zu gewinnen in den Lebensalltag früherer Zeiten – insbesondere, wenn sich die entsprechenden Türen wieder öffnen würden.

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