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Thema im Sozialausschuss

Schub für die Seniorenarbeit

VREDEN Der demografische Wandel gibt der Gruppe älterer Menschen wachsende Bedeutung. Was das für Vreden heißt, war jetzt im Sozialausschuss Thema.

Schub für die Seniorenarbeit

Die Gruppe Älterer wächst, im Bild eine Radtour der Seniorenunion. Diese Lebensphase aktiv zu gestalten, dabei will das Seniorenbüro unterstützen. Foto: privat

Eine eigene Seniorenbeauftragte, ein neues Konzept für die Seniorenarbeit: Die wachsende Gruppe älterer Menschen stand jetzt in besonderer Weise politisch im Blickpunkt. Das Thema beschäftigte den Ausschuss für Soziales, Generationen und Ehrenamt.

Der erste Punkt war schnell geklärt: Jutta Dechering steht in der Vredener Stadtverwaltung als Seniorenbeauftragte bereit. Sie soll den älteren Vredenern mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn es um ihre Anliegen gegenüber der Stadtverwaltung geht. Darüber hinaus soll Jutta Dechering auch innerhalb der Stadtverwaltung in besonderer Weise als Schnittstelle beim Thema Senioren arbeiten.

Ein langfristigeres Ziel verfolgt das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Maria Ipfelkofer vom DRK-Landesverband zeigte auf, wohin die Reise mit dem Vorhaben gehen soll, mit dem sich das DRK an die Stadt gewandt hatte: Der Twickler-Treff soll sich langfristig in ein eigenes Seniorenbüro verwandeln. Dort könnte sich vieles bündeln lassen, was Angebote und Aktionen mit Blick auf die Gruppe der älteren Menschen angeht. Die Überschrift für dieses Projekt lautet: Sozialraumorientierte Seniorenarbeit.

Im Gespräch
Was genau darunter zu verstehen ist, richte sich nach dem Bedarf vor Ort, sagte Maria Ipfelkofer. Das DRK spreche darüber mit den Seniorengemeinschaften. Bis Februar soll dieser erste Schritt geschafft sein, um ein Konzept für Vreden mit Leben füllen zu können.

Danach soll es um die Frage von Fördermitteln gehen. Dabei hat Maria Ipfelkofer einen ganz besonderen Topf im Auge, der für diesen Zweck gut geeignet erscheine: Sie hofft auf Mittel aus der ARD-Fernsehlotterie. Wenn die Finanzierung stehe, könne schließlich zum Jahr 2019 hin eine entsprechende Stelle eingerichtet werden. Die Finanzierung des Konzepts an sich ist durch das Kuratorium Deutsche Altershilfe gesichert. Das DRK hat diese Mittel akquiriert und leistet auch einen Eigenbeitrag. Maria Ipfelkofer nannte verschiedene Beispiele, die für die Arbeit eines Seniorenbüros stehen. Sie sieht dort Begleitung und Beratung älterer Menschen in vielen Fragen angesiedelt, sei es in akuten Situationen, aber auch vorbeugend.

Nicht zuletzt haben die Verantwortlichen die Weiterentwicklung des Twickler-Treffs im Auge. Dieser werde sehr gut angenommen und eigne sich als Seniorenbüro. Dafür sei hauptamtliches Personal sinnvoll, ebenso eine Erweiterung der Angebote und der Zielgruppen. Über den Austausch mit den Seniorengemeinschaften will das DRK auch die Interessen der ländlichen älteren Bevölkerung einbeziehen. Gegebenenfalls soll es Befragungen vor Ort geben.

Politik entscheidet
„Wir sind sehr froh, dass dieser Antrag der Seniorenunion endlich Erfolg hat“, rief Hubert Lechtenberg (CDU) in Erinnerung, dass der Wunsch nach einer Entwicklung in diese Richtung schon lange im Raum steht. Auf seine Frage nach einem Starttermin für die Seniorenbeauftragte berichtete Erster Beigeordneter Bernd Kemper, dass Jutta Dechering damit bereits begonnen habe.

Wie soll es aber weitergehen, wenn die erste Phase eines Seniorenbüros ausläuft und damit die Finanzierung? „Wenn der Bedarf da ist, muss die Politik entscheiden und gegebenenfalls Geld zur Verfügung stellen“, sagte Bernd Kemper.

Zunächst gelte es, die Chance zu nutzen, eine Förderung für drei Jahre zu erhalten. Vielleicht gebe es danach die Möglichkeit, das Projekt ehrenamtlich fortzuführen. „Auch die ehrenamtlich Aktiven kommen in die Jahre“, sagte Agnes Schültingkemper (CDU) – ein Punkt, der im ehrenamtlich geprägten Vreden neue Fragen aufwerfen wird.

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