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Sichtung in Zwillbrock

Spaziergänger treffen in Vreden auf einen Wolf

Vreden Dieses Naturerlebnis überraschte selbst zwei Jäger: Beim Sonntagsspaziergang in Vreden stand auf einmal ein Wolf vor ihnen. Die beiden konnten das Tier lange beobachten und sind sich aufgrund einiger Merkmale sicher, dass es kein Hund war.

Spaziergänger treffen in Vreden auf einen Wolf

Mit dem Handy entstand diese Aufnahme von dem Wolf in Vreden. Foto: Privat

Damit hatten Andrea Schneider und Martin Plöger bei ihrem Sonntagsspaziergang nicht gerechnet: Sie hielten den grau-weißen Vierbeiner erst für einen Hund, der ihnen da auf Sichtweite nahe der Zwillbrocker Kirche auf einem Feld begegnete. Doch schnell stand für die beiden Forstwirte und Hobbyjäger fest: Was sie da sahen, war kein Husky, sondern ein Wolf.

Die Stadtlohnerin und der Bösenseller sind nicht vorschnell zu ihrer Einschätzung gekommen. Die beiden kennen sich aus mit der heimischen Fauna und Flora – und das nicht nur durch ihren Beruf, der sie als Forstwirte bei der Deutschen Bahn an unterschiedliche Einsatzorte führt. Martin Plöger ist bereits seit elf Jahren Jäger, und seine Partnerin hat beim Erwerb des Jagdscheins im Harz mit der Thematik Wolf bereits Berührung gehabt.

Größer als ein Hund

Gegen 13 Uhr begegnete ihnen am Sonntag im Vredener Ortsteil das Tier. „Wir konnten den Wolf gut 15 bis 20 Minuten beobachten“, sagt Martin Plöger. Er sei erkennbar auf Nahrungssuche gewesen – und hatte es wohl auf Mäuse abgesehen. Mit dem Handy gelangen den beiden Spaziergängern einige Aufnahmen; auch den Pfotenabdruck hielten sie fest.

Martin Plöger ist überzeugt: Das äußere Bild passte zu einem Wolf. „Er war größer als ein Hund, hatte die typische schwarze Rückenfärbung, die zu den Seiten hin aufhellt, und auch das Trittsiegel ist ganz eindeutig das eines Wolfes.“ Der hintere Ballen sei beim Wolf im Unterschied zum Hund etwa als regelrechtes Dreieck ausgebildet.

Spaziergänger treffen in Vreden auf einen Wolf

Die beiden Jäger haben das Trittsiegel fotografiert. Foto: Privat

Wir waren doch sehr überrascht. Nie im Leben hätten wir damit gerechnet, hier einen Wolf zu sehen“, sagt Martin Plöger. Einen gut genährten, agilen Eindruck habe das Tier gemacht, das allein durch die Gegend streifte. Dabei habe es sich auch von den Menschen nicht stören lassen. „Er kam einige Meter auf uns zu. Das war schon ein komisches Gefühl“, gibt Martin Plöger zu. Doch er weiß: Solange sich ein Wolf nicht bedrängt fühle, sei von ihm keine Gefahr zu erwarten. Eine Familie mit Kind habe den Wolf ebenfalls gesehen: „Wir haben sie dann noch davon abgehalten, hinterherzulaufen.“ Dass er beim nächsten Spaziergang in Zwillbrock den Wolf wieder trifft, sei wohl eher unwahrscheinlich: „Wölfe machen in einer Nacht Wege von bis zu 90 Kilometern. Der ist sicher schon weit weg.“

Bewertung durch das Landesamt

Birgit Kaiser de Garcia vom zuständigen Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen erklärte auf Anfrage, es sei noch zu früh, um eindeutig von einem Wolf zu sprechen. Es werde nun den Hinweis bewerten; bei den Fotos werde die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf einbezogen: „Bei einem verbleibenden Wolfsverdacht müssten vor Ort durch einen Wolfsberater weitere Einzelheiten eruiert werden. An einem Trittsiegel alleine kann man Wolf und Hund noch nicht klar unterscheiden.“

Wolfssichtungen sind seit 2009 in NRW vorgekommen. Dabei hat es sich um einzelne, durchziehende Wölfe gehandelt, so das Landesamt auf seiner Homepage.

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