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Viele Beschwerden

Sperrmüllgebühren sind vielen zu teuer

Vreden Das hat eine Menge Vredener geärgert. Jetzt hat die EGW Stellung bezogen zu den höheren Gebühren für alle, die Sperrmüll entsorgen wollen.

Sperrmüllgebühren sind vielen zu teuer

Anlieferung am Wertstoffhof: Weil sich die Gebühren erhöht hatten, ging die Resonanz um gut ein Drittel zurück. Jetzt wird überlegt, wie sich daran etwas ändern lässt. Foto Stroetmann

Eigentlich hatte nur der Wunsch nach mehr Gerechtigkeit alles ausgelöst. Die Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland (EGW) hatte bis vor einem Jahr pauschal fünf Euro je Pkw oder zehn Euro je Anhänger abgerechnet, wenn ein Vredener seinen Sperrmüll oder Altholz am Wertstoffhof in Ellewick loswerden wollte. Doch Politik und Verwaltung wollten eine neue Form der Abrechnung: Fortan richtete sich der Blick auf die Menge, die jemand anlieferte. Der neue Gebührensatz beträgt seit Anfang des Jahres 14 Euro pro Kubikmeter.

Das kam nicht gut an bei vielen Kunden. Die kehrten daraufhin dem Wertstoffhof in spürbarer Zahl den Rücken. EGW-Geschäftsführer Peter Kleyboldt zeichnete dazu im Bauausschuss ein ungeschminktes Bild: Sperrmüll und Altmetall landet bis zu einem Drittel weniger oft am Wertstoffhof. Dafür sei die Zahl der Abholungen deutlich gestiegen: um 113 Prozent

Viele Beschwerden

. Die EGW mache diese Entwicklung eindeutig an den neuen Entgelten fest: „Es gab viele Beschwerden.“ Er stellte die Frage in den Raum, wie nun die Reaktion darauf aussehen sollte. Eine Möglichkeit, die er aufzeigte: „In vielen Kommunen ist die Annahme kostenlos.“ Was aber nicht bedeutet, dass die EGW für ihren Dienst keine Zahlung erhält: Sie rechnet die Kosten nur eben nicht mehr mit dem Anlieferer ab, sondern mit dem jeweiligen Rathaus. „Die Akzeptanz bei den Bürgern würde wieder steigen“, ist Peter Kleyboldt überzeugt. Und auch mehr Wertstoffe bringen – ein in wirtschaftlicher Hinsicht positiver Effekt. Die EGW sei inzwischen mit gut einem halben Dutzend Kommunen im Kreis Borken darüber in Gesprächen. Doch eine solche Lösung scheint für Vreden nicht in Frage zu kommen.

Verstärkt wilde Müllkippen

Zumindest nicht für die Mehrheitsfraktion: Heinz-Bernd Röring (CDU) machte deutlich, dass sie an Gebühren festhalten wolle – „in welcher Höhe auch immer“. Dass das System wieder einfacher werden müsse, meinte Gerd Welper (Grüne): „Es darf kein Lottospiel am Eingang geben.“ „Der Müll draußen ist mehr geworden“, gab Hendrik Mulder (FDP) seinen Eindruck wider. Das sahen viele so: Das „wilde Abkippen“ in der Landschaft habe sich verstärkt, nachdem die Gebühren am Wertstoffhof gestiegen seien.

„Wir sollten zur alten Regelung zurückkehren“, schlug Alfons Effing (SPD) eine pragmatische Lösung vor. „Eine gerechte Lösung gibt es wohl so oder so nicht“, meinte Elmar Kampshoff (UWG).

Befassen sollen sich jetzt die Mitglieder der Vredener Abfallkommission mit diesem Thema. Dabei spielt ein Faktor mit hinein, an den der Erste Beigeordnete Bernd Kemper erinnerte: Die Abfallentsorgung in Vreden wird im nächsten Jahr turnusmäßig wieder europaweit ausgeschrieben.

In den Hintergrund geriet da angesichts der Gebühren-Debatte eine andere Entwicklung: Bewährt habe sich die räumliche Umstrukturierung des Wertsoffhofes, berichtete Kleyboldt.

Das Bringen, Abgeben und Rangieren sei jetzt viel einfacher geworden.

Möglich geworden war das im Frühjahr 2015, weil die EGW die zuvor dort betriebene Klärschlammkompostierung in Ellewick aufgegeben hatte.

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