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Neue Zuweisungen

Vreden nimmt wieder Asylbewerber auf

Vreden Eine Vereinbarung regelt, wie viele Flüchtlinge in die Stadt kommen. Was die aktuellen Zahlen bedeuten, hat die Verwaltung im Sozialausschuss erklärt.

Vreden nimmt wieder Asylbewerber auf

Auch in Vreden kümmern sich viele Ehrenamtliche um die Flüchtlinge. Foto Thorsten Ohm

Die Situation hat sich entspannt: Gemessen an den vergangenen Jahren ist die Zahl der Asylbewerber deutlich gesunken, die in Vreden leben beziehungsweise in der jüngsten Vergangenheit neu hinzugekommen sind. Was Ludger Kemper-Bengfort, Leiter der Fachabteilung Familie und Soziales in der Stadtverwaltung, bei der Präsentation der Daten im vergangenen Sozialausschuss ebenfalls nicht verhehlt hat: Das Bild kann sich rasch wieder ändern, denn inzwischen haben neue Zuweisungen eingesetzt.

Die Kommunen im Kreis Borken hatten seit Anfang des Jahres die Aufnahme weiterer Asylbewerber und Flüchtlinge verweigert. Der Grund dafür habe sich inzwischen relativiert, denn mittlerweile sei ausreichend Transparenz bei der Verteilung gegeben. Die Bezirksregierung in Arnsberg weise der Stadt seit der zweiten Oktoberhälfte wieder Flüchtlinge zu. „Es kommen fünf Flüchtlinge pro Woche“, berichtete Ludger Kemper-Bengfort.

Vreden nimmt wieder Asylbewerber auf
Er zeichnete ein differenziertes Bild. 175 Menschen zählt die Stadt derzeit im Bereich Asyl. Die meisten von ihnen, 115, sind im Jahr 2015 nach Vreden gekommen. In diesem Jahr waren es bislang 17. Der Irak steht bei den Herkunftsländern inzwischen mit 49 Flüchtlingen an der Spitze.

In Sachen Unterbringung kann die Stadt auf freie Kapazitäten bauen – das ermögliche es auch, einer zunehmenden Zahl von Flüchtlingen ein eigenes Zimmer zuzuteilen. Von 354 Plätzen sind derzeit 163 belegt. Für die Unterbringung in den Dörfern kämen künftig vor allem Familien mit Kindern im Kindergartenalter in Frage, da dort die entsprechenden Einrichtungen bestehen würden.

Aufnahmequote

Noch nicht vollständig erfüllt habe Vreden die aktuelle Aufnahmequote: Sie liegt bei 67 Prozent. Demnach müsste die Stadt 38 weitere Flüchtlinge aufnehmen, zudem 77 anerkannte Flüchtlinge mit Wohnsitzauflage. Zuweisungen letzterer habe es aber noch nicht gegeben, berichtete Ludger Kemper-Bengfort. „Wir gehen davon aus, dass es bei diesem Zuweisungsplan bleibt, wenn sich nichts Gravierendes ereignet“, sagte Ludger Kemper-Bengfort am Montag im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. Er gehe daher davon aus, dass Vreden bis zum Jahresende 45 Asylbewerber aufnehmen werde.

Aus dem Kreis des Ausschusses kam zusätzlich die Frage, wie es um die Versorgung traumatisierter Flüchtlinge bestellt sei. Dies stelle eine besondere Problematik dar, berichtete Ludger Kemper-Bengfort.

Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch wies darauf hin, dass das Land weiter in der Verantwortung stehe, was die Frage angehe, welcher Personenkreis vor Ort unterzubringen sei. Er unterstrich: „Flüchtlinge ohne Bleibeperspektive gehören nicht in die Kommunen.“

Der Ausschuss hat sich neben dem Thema Asylbewerber auch mit dem neuen Integrationskonzept beschäftigt. Die Verwaltung hat viele Punkte erarbeitet, die zur Integration beitragen können.

Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts: die Stelle eines Integrationsbeauftragten. Er soll als Schnittstelle dienen zwischen Verwaltung, Ehrenamtlichen und Migranten, berichtete Ludger Kemper-Bengfort.

Die Politik befürwortete die Stelle für einen Integrationsbeauftragten. Daneben soll das jetzt erstmals präsentierte Integrationskonzept jetzt im politischen Raum beraten werden, bevor dazu ein Beschluss fällt.

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