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Mehr Unfälle

Autofahrer unterschätzen Schnelligkeit der E-Bikes

Werne Fahrradfahren ist gesund. E-Bikes sorgen dafür, dass auch Senioren sich länger mit dem Rad fit halten können. Doch die modernen Räder mit Elektro-Unterstützung bergen Gefahren. Der ADFC Werne reagiert.

Autofahrer unterschätzen Schnelligkeit der E-Bikes

Der Anstieg des Fahrradfahrens mit Elektromotor führt auch zur erhöhten Unfallgefahr. Foto: Foto: Jörg Heckenkamp

Wie das Innenministerium jetzt feststellte, steigt die Zahl der Unfälle mit E-Bikes stetig an. Nachdem im vergangenen Jahr mit 1070 Pedelec-Unfällen schon ein Spitzenwert erreicht wurde, zeichnet sich im laufenden Jahr ein weiterer Anstieg ab.

Polizei: Hohe Unfallgefahr

„Die hohe Unfallgefahr der E-Bikes ist auch bei uns ein Thema“, sagt Ute Hellmann, Pressesprecherin der Kreispolizei, auf Anfrage. Autofahrer unterschätzten häufig die Geschwindigkeit der mit Elektromotor angetriebenen Fahrräder. Dadurch komme es insbesondere beim Abbiegen häufig zu Verkehrsunfällen. „Der abbiegende Autofahrer denkt, er schaffe das locker vor dem Fahrradfahrer. Dieser ist dann aber dank des Elektromotors schneller als gedacht“, stellt sie fest.

Autofahrer unterschätzen Schnelligkeit der E-Bikes

Winfried Hoch vom ADFC Werne fährt selbst E-Bike, kennt daher Vor- und Nachteile genau. Foto: Foto: Jörg Heckenkamp

Laut der polizeilichen Erhebung ist die Zahl der tödlichen Unfälle mit Pedelec-Fahrern kreisweit zwar nicht gestiegen, aber die Zahl der Verunglückten ging von vier in 2013 auf 14 in 2016 in die Höhe. In diesem Jahr registrierten die Beamten von Januar bis September 12 Unfallopfer.


Immer mehr Fahrradfahrer steigen auf E-Bikes um, stellt auch die Werner Ortsgruppe des ADFC bei ihren Mittwochs-Touren fest. „Nahezu bis zu 90 Prozent der Teilnehmer fahren Pedelec“, erläutert der Vorsitzende Winfried Hoch auf RN-Anfrage. „Präventiv legen wir die Geschwindigkeit daher auf 16 Stundenkilometer fest.“

Fahrpraxis ist wichtig

Das elektrisch betriebene Zweirad-Fahren setzt eine gewisse Fahrpraxis voraus. „Wer sich ein E-Bike kaufen möchte, sollte auf jeden Fall früh genug damit beginnen“, empfiehlt er. Ihm liegt es allerdings fern, alle Risiken beim Fahrradfahren auf die Geschwindigkeit zu schieben: Das größere Übel seien die Zustände der Fahrradwege: „Es ragen Dornen und Äste in die Fahrbahn, Schlaglöcher oder matschiges Laub“, beklagt er. An manchen Stellen geraten Autofahrer und Radfahrer so eng aneinander, dass man „die Ohren nach hinten öffnen“ müsse, führt er das Beispiel Kamener Straße an, wo der Radweg auf die Straße mündet.

Und dass die Autofahrer oft nicht genügend Abstand halten, sei ebenfalls ein Problem. „Gesetzlich vorgeschrieben ist bei fahrendem Verkehr ein Abstand von mindestens 1,50 bis 2 Meter.“

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