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Stadtentwicklung

Fotostrecke: Welche Werner Ecken sollen schöner werden?

Werne Kreisverkehre, Grünflächen und eine Auenlandschaft rund um die Horne: An welchen Stellen soll sich die Innenstadt in den nächsten Jahren verändern? Wo soll Werne schöner werden? Klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke.

Fotostrecke: Welche Werner Ecken sollen schöner werden?

Ein Kritikpunkt aus dem Bürgerforum am Dienstag, 14. November: der alte Parkplatz an der Südmauer. Foto: Helga Felgenträger

Wie soll sich die Werner Innenstadt in den nächsten zehn bis 15 Jahren entwickeln? Diese Frage beschäftigt aktuell nicht nur die Stadtplaner, sondern Anfang nächsten Jahres auch die heimische Politik. Im Februar 2018 soll der Werner Stadtrat das „Integrierte Handlungskonzept (IHK) für die erweiterte Innenstadt“ auf den Weg bringen.

Hinter diesem sperrigen Begriff verbirgt sich ein Katalog von Maßnahmen, hinter die die Stadt Werne nach und nach einen Haken setzen will. Geplant sind Kreisverkehre, Grünflächen und die Umgestaltung von Straßen und Parkplätzen. Vornweg: die Neugestaltung rund um die Horne.

In unserer Fotostrecke: In diesen Bereichen der Innenstadt besteht Handlungsbedarf.

Stadtentwicklung: Hier soll Werne schöner werden

Insgesamt beinhaltet das "Integrierte Handlungskonzept" nach seiner Fertigstellung rund 50 Maßnahmen in neun verschiedenen Bereichen. Ein wichtiger Teilaspekt: der Grün- und Freiraum mit der Umgestaltung der Horne – im Bereich bis zum Stadtsee und weiter Richtung Norden. Die Horne soll nach Angaben des Planerbüros Pesch und Partner aus Herdecke nicht mehr in ihrem Bett, sondern freier fließen. Geplant sind eine Auenlandschaft und eine schrittweise Entwicklung – mit dem erforderlichen Hochwasserschutz für die Innenstadt. Die Umgestaltung des sogenannten Hornezuges kam bei den Besuchern eines Bürgerforums am Dienstag, 14. November, durchweg positiv an.
An der Horne hängt quasi ein ganzer Rattenschwanz an geplanten Maßnahmen. Immer gerne diskutiert: der Moormannteich. "Den sollte man gut integrieren und ihn ordentlich wieder aufmöbeln", sagte ein Besucher des Bürgerforums am Dienstag. "Im Moment bin ich immer froh, wenn ich da wieder weg bin." Ein Vorschlag war, die Zäune rund um den Teich abzubauen und so die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Im Spannungsfeld stehen "Belebung" und "Belastung" der Innenstadt. "Denkt an die Jugendlichen", war eine Forderung. Gleichzeitig aber zeigten sich Anwohner besorgt wegen zu viel Lärm.
Auch der Stadtsee soll sich verändern – in erster Linie an der westlichen Seite mit einem Fußgängerüberweg zwischen Stadtsee und Horne (Grafik).
"Was ist mit der östlichen Seite des Stadtsees?", fragte am Dienstag Lambert Gesterkamp aus Werne. Der Rentner bemängelte, dass die östliche Seite (Foto) "verwahrlost" sei. Er sei häufig mit dem Rad unterwegs und schlug einen getrennten Rad- und Fußweg vor. Fußgänger und Radfahrer zusammen – "das funktioniert ohnehin schlecht", sagte eine Bürgerin in der Diskussion. "Das funktioniert dann nicht, wenn die Wege nicht breit genug sind", sagte Gisbert Bensch vom Tiefbauamt der Stadt Werne.
Auch der Stadtsee soll sich verändern – in erster Linie an der westlichen Seite mit einem Fußgängerüberweg zwischen Stadtsee und Horne. "Was ist mit der östlichen Seite?", fragte am Dienstag Lambert Gesterkamp aus Werne. Der Rentner bemängelte, dass die östliche Seite (Foto) "verwahrlost" sei. Er sei häufig mit dem Rad unterwegs und schlug einen getrennten Rad- und Fußweg vor. Fußgänger und Radfahrer zusammen – "das funktioniert ohnehin schlecht", sagte eine Bürgerin in der Diskussion. "Das funktioniert dann nicht, wenn die Wege nicht breit genug sind", sagte Gisbert Bensch vom Tiefbauamt der Stadt Werne.
Zum 1. Januar 2018 wird aus der B54 zwischen Steintorkreuzung und Stadthaus eine Gemeindestraße – die Fahrbahn wird von 11 auf 6,50 Meter verringert. Viele Bürger waren sich einig: Die Münsterstraße soll und muss eine innerörtliche und attraktive Verbindungsstraße bleiben und darf nicht "aussterben". Wird sie nicht, ließ Gisbert Bensch vom Tiefbauamt durchblicken. So wird etwa der Busverkehr bleiben. Außerdem muss die B54 für Rettungsfahrzeuge und die Feuerwehr passierbar bleiben. Eine Verkehrsberuhigung ist – Stand jetzt – nicht vorgesehen. Gleichzeitig befürchten einzelne Bürger Stauprobleme in der Innenstadt und dass der Verkehr noch weiter in die Nebenstraßen verdrängt wird.
Die Fußgängerbrücke zwischen Burgstraße auf der östlichen und dem Becklohhof auf der westlichen Seite der B54 kommt weg.
Noch ist das neue Solebad nicht fertig. Wenn es voraussichtlich im Frühjahr 2019 eröffnet, soll nicht nur das Badgelände am Hagen optisch ansprechend wirken, sondern auch der Übergang vom Hagen in die Innenstadt. Kritikpunkt war in der Vergangenheit immer wieder die am Kreisel fehlende Sichtachse, die eine Verbindung zwischen Solebad und Fußgängerzone schaffen soll. Ein Vorschlag am Dienstagabend war, einen Weg zu definieren – mithilfe einer Markierung oder der Pflanzung von Grün. So oder so haben die Stadtplaner den Bereich rund um das Restaurant "Hornemühle" auf dem Schirm.
Am Becklohhof soll einer von insgesamt fünf geplanten Kreisverkehren entstehen. Diese Maßnahme bekam beim Bürgerforum wohl die meisten grünen Punkte von den Bürgern – die volle Zustimmung also. Ein Problem aber sei die Parksituation, nicht zuletzt wegen der Berufsschüler, die ihre Autos auch in den Nebenstraßen abstellen. Eine Frage lautete: Können für die Berufsschüler weitere Parkflächen geschaffen werden? Schwierig, aber nicht unmöglich. An der Berufsschule gäbe es Platz für mindestens 30 weitere Stellplätze. Die Autos an den Randstreifen der B54 sollen vorerst nicht verdrängt werden.
Apropos Parken: "Der Parkplatz an der Südmauer vor Elektro Steinkuhl ist nicht mehr schön", sagt etwa Benedikt Lange (19), Ortsvorsitzender der Jungen Liberalen in Werne. "Der hat für mich persönlich Priorität. Weil das im Endeffekt im Moment einfach nur ein großer Kreisverkehr mit einem Parkplatz in der Mitte ist – und für mehr wird der auch nicht mehr genutzt." Ein kleiner Markt, ähnlich wie der Roggenmarkt, könnte diesen Bereich aufwerten. Lange: "Das wäre auch für die Geschäfte von Vorteil." Die Stadt sieht das wohl ähnlich: Der alte Parkplatz ist aufgelistet im Handlungskonzept der Stadt.
Ein Kritikpunkt aus dem Bürgerforum am Dienstag: Der Bereich vor der Tiefgarage am Roggenmarkt sieht nicht mehr schön aus.
Ein Kritikpunkt aus dem Bürgerforum am Dienstag: Der Bereich vor der Tiefgarage am Roggenmarkt sieht nicht mehr schön aus.

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