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Fußball: Landesliga

Herbern investiert viel und erntet dafür nichts

HERBERN Fußball-Landesligist SV Herbern musste am Freitagabend im Heimspiel die Punkte an Spitzenreiter Borussia Emsdetten abtreten. Bei der 0:2-Niederlage waren die Gäste nicht besser, aber dafür kaltschnäuziger.

Herbern investiert viel und erntet dafür nichts

Der Schiedsrichter machte sich gestern nicht nur bei Sebastian Schütte mit einigen zumindest fraglichen Entscheidungen unbeliebt.

Landesliga 4 SV Herbern  – Bor. Emsdetten 0:2 (0:1)

Der eingewechselte Daniel Krüger hätte in der Nachspielzeit zumindest einen verdienten Punkt für Herbern besorgen können. Nach einem Freistoß von Fabian Vogt von der Mittellinie hielt Krüger die langen Beine im Sechzehner rein, traf den Ball, der aber knapp am Torwinkel vorbei ging.

Im Gegenzug konnte Emsdetten einen von zuvor vielen halbherzig gespielten Kontern zum 0:2 setzen: Stürmer-Kante Jan Kortevoß rang im Laufduell Dennis Hölscher nieder, der Pfiff blieb aus, Querpass auf den eingewechselten Karl Hoffmann und die Entscheidung war gefallen. Unisono sprachen Herberns Trainer Holger Möllers und Emsdettens Coach Roland Westers nach Abpfiff von einem Foul. Beide Trainer waren mit der Leistung von Schiedsrichter Max Conrad nicht zufrieden.

„Herbern war in der ersten Halbzeit besser. Wir waren gar nicht wach, kamen nicht in die Zweikämpfe“, sagte Westers. Vor allem der agile Marcel Scholtysik stellte die Borussen auf der Außenbahn immer wieder vor Probleme. Allein: Der letzte Pass war auf dem feuchten Rasen meist zu lang oder zu schnell, wenn das Mittelfeld Scholtysik oder Sebastian Schütte einsetzte. In der Spitze hatte es der junge Simon Mors zudem schwer, sich bei langen Bällen gegen die robusten Borusssen-Verteidiger zu behaupten.

Bitter dann, wie Herbern quasi mit Pausenpiff das 0:1 kassierten. Philipp Dubicki und Hölscher waren sich kurz uneins bei einem harmlosen Ball zur Grundlinie. Hoffmann ging drauf, Dubicki musste den Ball ins Seitenaus schlagen. Den Einwurf in die Box nutzte Jannick Hagedorn um aus dem Gewusel heraus einzunetzen. „Aus Fehlern entstehen eben Tore. Wir waren nicht schlechter, haben mehr investiert. Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen“, sagte Möllers. Sein Gegenüber sprach von einer glücklichen Führung.

„Der Zeitpunkt war aber natürlich perfekt für uns. Wenn das Spiel unentschieden endet, wäre das aber auch in Ordnung gewesen. Den Scholtysik haben wir nicht in den Griff bekommen“, sagte Westers, dessen Team nun mit zwölf Punkten aus vier Partien weiter an der Spitze der Tabelle steht.

Neben Krüger hatte Ahmed Schett in der 59. Minute nach starkem Pass von Scholtysik bereits den Ausgleich auf dem Fuß. Aus spitzem Winkel verzog er aber, sein Schuss ging am kurzen Pfosten vorbei ans Außennetz.

Teams und Tore SVH: Hoppe – Dubicki, Schett, Schulte, Dubicki, Hölscher, Eroglu, Trapp (56. Kaminski), Vogt, Scholtysik, Schütte (75. Whitson), Mors (67. Krüger)Borussia: Wiedenhöft – Ohde, Klöpper, Torka, Hagedorn (73. Ferreira), M. Meinigmann (86. Schölling), Rengers, J. Meinigmann (35. Hoffmann), Melzer, BrinkmannTore: 0:1 Hagedorn (45.), 0:2 Hoffmann (90.+3)

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