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Basketball: 2. Regionalliga

LippeBaskets Werne zeigen Moral

Werne Die LippeBaskets mussten sich eine Woche nach dem 86:57-Heimsieg gegen die Dolphins Bielefeld am Samstag in der 2. Basketball-Regionalliga dem UBC Münster II mit 68:75 (17:24, 13:19, 15:14, 23:18) geschlagen geben.

LippeBaskets Werne zeigen Moral

Lukas Mersch (M.) war wieder einmal Wernes stärkster Werfer. Gebracht hat es dennoch nichts. Foto: Christian Greis

Basketball, 2. Regionalliga
LippeBaskets Werne - UBC Münster II 68:75 (17:24, 13:19, 15:14, 23:18)

Zu Spielbeginn schickte Trainer Christoph Henke Lukas Wiedey, Cajus Cramer, Lukas Mersch, Frederic Meinert und Kai Küper aufs Spielfeld. Die Formation startete wackelig ins Spiel und kassierte in den ersten drei Minuten bereits drei Dreier der Münsteraner. Lukas Mersch hielt in der Anfangsphase des Spiels seine Farben im Rennen und erzielte zwölf seiner insgesamt 23 Punkte im ersten Spielabschnitt. Weil sonst aber wenig zusammenlief, gingen die ersten zehn Minuten mit 24:17 an Münster.

Ab den zweiten zehn Minuten war auf Seiten des UBC der erst 16-jährige Nico Funk der überragende Akteur auf dem Feld. Er organisierte den Spielaufbau der Münsteraner strukturiert und brachte Ruhe ins Spiel. Die Ruhe hätten auch die Werner gebrauchen können. Zu oft fehlte die Ordnung auf dem Feld. Bis zur Halbzeitpause wurde der Rückstand immer größer – auch weil Jan König durch ein technisches Foul dem UBC II noch einfache Punkte mitgab, ging es mit 30:43 in die Kabinen. „Das war die schlechteste Halbzeit von uns in dieser Saison“, sagte Christoph Henke klipp und klar.

Und es schien auch mit Start ins dritte Viertel nicht besser zu werden: Zweimal der lange Center Leif Steen und ein Dreier von Guido Narendorf schockten die Werner zunächt und Münster schien bei einer Führung von 50:30 bereits den Deckel drauf gemacht zu haben. Zumal der Vorsprung in den Folgeminuten nochmal auf zwischenzeitlich 21 Punkte wachsen würde. Aber die Werner, die in der Startfünf jetzt nur noch auf die erfahrenen Kräfte um Lukas Mersch, Frederic Meinert, Jan König, Cajus Cramer und auch Robin Brachhaus als Center setzten, kämpften sich ins Spiel. Anscheinend hatte Henke seinen Spielern ein paar Takte in der Halbzeit mitgegeben, die nun auch angekommen waren.

Henke hatte in der ersten Spielhälfte den jungen Kai Küper, Niko Tilkiaridis und Louis Barkowski noch Spielminuten gegeben. Nun sollte es die Erfahrung richten. Bis zum Viertelende verkürzten die LippeBaskets auf 45:57. Vor allem Mersch und Brachhaus, der zuvor schon für die zweite Mannschaft in der Landesliga spielte und für den kurzfristig verletzten Lennart Rupprecht reaktiviert wurde, rissen das Spiel nun an sich. Mersch nutzte seine Athletik und zog oft zum Korb, ebenso stark präsentierte sich Brachhaus, der eine gute Leistung gegen die großen Spieler des UBC zeigte und sich einige Rebounds sicherte.

Die große Aufholjagd der Werner sollte jedoch im letzten Viertel beginnen. Nachdem die Gastgeber nach 22 Spielminuten bereits mit 20 Punkten in Rückstand lagen und in der Folge Moral bewiesen, holten sie auch in den letzten zehn Minuten Punkt um Punkt auf. Zunächst gab Jan König seinem Team per Dreier zum 50:50 neue Hoffnung. Zwischenzeitlich brach aber auch immer wieder die Hektik durch. 3:40 Minuten vor dem Ende versenkte Münster einen zweiten Freiwurf nicht. Werne holte den Rebound und passte auf König, der sofort den Dreier suchte und scheiterte. Diese Momente gefielen Christoph Henke an der Seitenlinie gar nicht, weil zu überhastet abgeschlossen.

Die spannendste Phase im Spiel begann mit dem Dreier von Narendorf zum 69:59 für Münster, die Werne im Gegenzug mit sechs Punkten aus der Distanz von Meinert und Brachhaus beantwortete. Weren war bis auf vier Punkte dran, verlore in der Folge aber mehrere Bälle und verlegte einfache Korbleger. Münster zog im Gegenzug zum Korb und wurde von den LippeBaskets durch Fouls gestoppt. Hier bewies sich der UBC als unglaublich treffsicher von der Freiwurflinie und traf sechs Würfe in sechs Versuchen. Darauf fanden die Gastgeber keine Antwort und mussten sich am Ende mit 68:75 geschlagen geben.

„Wir haben zwei verschiedene Halbzeiten gesehen. In der ersten Halbzeit war Münster wacher und das war unsere schlechteste Halbzeit in dieser Saison. In der zweiten Halbzeit haben wir viele Ballgewinne erzielt und haben uns zurückgekämpft“, fasste Henke zusammen.

Sein Gegenüber Christoph Schneider war zwischenzeitlich ob des großen Vorsprungs ziemlich entspannt, aber am Ende doch eher erleichtert über den Sieg: „Ich bin glücklich über den Sieg, jedoch war das ein schweres Spiel. In Werne zu spielen ist nie einfach. Sie spielen zuhause souverän, so wie letzte Woche gegen Bielefeld. Wir haben es uns am Ende etwas schwer gemacht.“

Team und Körbe

LBW: Wiedey (2), Tilkiaridis, Cramer (4), Leidag (3/1), Keilinghaus (2), Mersch (23/2), Meinert (11/1), König (4/1), Brachhaus (16/2), Barkowski, Küper (3)

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