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Fußball: Landesliga

Topduell in Rheine / WSC will zuhause punkten

WERNE/HERBERN In der Fußball-Landesliga 4 steht der Dritte Herbern vor dem Fünften Mesum. Trotzdem sieht sich SVH-Trainer Holger Möllers in der Rolle des Außenseiters. Der Gegner hingegen sieht in Herbern das Team der Stunde. In drei Heimspielen konnte der Werner SC noch keinen Punkt holen. Am Sonntag wollen die Werner gegen Preußen Lengerich ihre Nicht-Bilanz korrigieren. Hoffnung macht ein Youngster.

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So kann es gehen: In der Vorwoche legte Dominick Lünemann (hinten) auf, der eingewechselte Simon Mors vollendete zum zwischenzeitlichen 2:0. Später legte Mors noch das 3:0 nach Vorarbeit von Oscar Cabrera und Thomas Eroglu nach.

In Mondrian Runde, Jannik Prinz und Marcel Niewalda fehlen dem Werner SC am Sonntag einige Offensivkräfte. Dass Daniel Durkalic (l.) daher wie in der Vorwoche in Senden von Beginn an ran darf, ist wahrscheinlich.

Landesliga 4 SV Mesum - SV Herbern Sonntag (1. Oktober), 15 Uhr, Hassenbrockstadion, Hassenbrockweg 40, 48432 Rheine

Der SV Mesum gehörte vor Saisonbeginn neben dem SC Münster 08 zu den großen Favoriten auf die Meisterschaft. Daran hat sich, auch im Selbstverständnis der Mesumer, nichts geändert. Nach dem 3:3 zuletzt im Derby gegen den SV Burgsteinfurt hat Mesum mit dem SV Herbern am Sonntag ein richtungsweisendes Spiel vor sich. Mit 13 Punkten ist der SVM derzeit Fünfter. Herbern hat nach drei Siegen in Serie zwei Punkte mehr, steht auf Rang drei.

„Wir müssen das Spiel gewinnen, um den Anschluss an die Spitze zu halten. Uns ist aber bewusst, dass Herbern einen guten Lauf hat, das Team der Stunde ist“, sagt Mesums Trainer Marcel Langenstroer. Seinem Gegenüber ist das durchaus bewusst. Dass der Gegner am Sonntag voll auf Herbern fokussiert sein wird, ist Möllers bewusst. 

Den Respekt hat sich Herbern durch Siege gegen Münster, Ahaus und zuletzt Dorsten-Hardt verdient. Nach seiner Glanzleistung in der Vorwoche ist der Name Oscar Cabrera auch bis nach Mesum vorgedrungen. „Klar, auf den müssen wir aufpassen. Aber wir werden nicht Zehn gegen Zehn spielen, weil ich einem Herberner Spieler einen Aufpasser zur Seite stelle“, sagt Langenstroer, denn: „Die arbeiten im Kollektiv gut, sind jung und geben Gas.“ Möllers weiß natürlich um die eigene Stärke. Das 2:0 und 3:0 gegen Hardt haben gezeigt, wie schnell Herbern umschalten kann. 

So offensiv wie in der Vorwoche wird es der Trainer auswärts aber eher nicht angehen, als er ein 3-5-2 mit Dominick Lünemann und Ahmed Schett auf den Außen aufs Feld schickte. „Das wäre mutig. Andererseits: Offensive ist die beste Verteidigung“, so Möllers, der in jedem Fall den verhinderten Gonzalo Conde ersetzen wird. Für ihn würde Johannes Richter ins Team kommen.

Möglicherweise belässt es Möllers aber auch bei Michael Schulte und Philipp Dubicki in der Zentrale und formiert mit Schett und Lünemann eine Viererkette. Neben Conde muss auch Tim Bröer weiter passen. „Das wird noch zwei, drei Wochen bei ihm dauern“, sagt sein Trainer.

Auf Mesumer Seite fehlen Marcel Langenstroer mehr Spieler: Mittelfeldmann Philip Grewe wird wegen einer Knochenhautentzündung eher nicht spielen. Die Einsätze von Offensivmann Montasar Hammami und Verteidiger Nico Brüggemann sind fraglich, beide sind angeschlagen. Sechser Christopher Strotmann ist im Urlaub und Stammtorwart Max Schmalz muss letztmals wegen einer Rotsperre pausieren.

Werner SC - Preußen Lengerich Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasen im Lindert, 59368 Werne

Beim 1:1 in der Vorwoche gegen den VfL Senden stand Yannick Lachowicz zum zweiten Mal in dieser Saison in der Werner Startelf und überzeugte im Mittelfeld. „Nach einer guten Mannschaftsleistung werde ich nicht ohne Not etwas ändern. Wenn nichts passiert, gehe ich davon aus, dass Yannick spielt“, gibt WSC-Trainer Lars Müller dem Youngster eine Einsatzgarantie. Nach seinem Startelfdebüt beim 1:5 in Mesum und zwei Einwechslungen bekommt der Neuzugang aus der A-Jugend des SV Herbern gegen Lengerich erneut die Chance, seine Qualitäten auf den Platz zu bringen.

Mit den Preußen kommt ein Gegner, der den Wernern gar nicht unähnlich ist. Werne hat 18 Gegentore kassiert, Lengerich 17. „Offensichtlich bekommen die wie wir viele Gegentore. Der Unterschied ist: Sie schießen mehr Tore.“ Nach der 4:5-Heimniederlage gegen Borken stehen die Preußen mittlerweile bei 15 geschossenen Toren. „Mir wäre es lieber gewesen, sie hätten ihr Heimspiel gewonnen. Dann wären sie entspannter gewesen. Trotzdem muss ein Sieg das Ziel sein, um an Lengerich ranzurücken“, sagt Müller.

Der kommende Gegner steht als Elfter bei acht Punkten, Werne ist Vorletzter mit vier Zählern. „Wir wollen da unbedingt drei Punkte holen, um uns ein Polster zu den Abstiegsrängen zu schaffen“, sagt Preußen-Trainer Sebastian Ullrich. Die große Gefahr sieht er in der Heimbilanz der Werner. „Irgendwann wird da mal ein Gegner fällig sein. Die werden da Woche für Woche galliger auf einen Sieg sein“, sagt Ullrich. Ein Knackpunkt für die schwankenden Leistungen seiner Spieler sieht er im Ausscheiden von Robin Surmann, der aus beruflichen Gründen nicht mehr spielen kann. 

Ohne Surmann sei es für junge Spieler wie den Linksverteidiger Timo Zimmermann schwerer, sich an das Landesliga-Niveau zu gewöhnen. „Timo und auch Luca Veronelli kommen aus der Kreisliga-A-Jugend. Dann haben wir noch zwei Spieler aus der Senioren-Kreisliga im Team. Ist doch klar, dass es da Spiele gibt, in denen es mal nicht so klappt“, sagt Ullrich.

Es kann aber auch andersrum laufen: So schlug Lengerich am 5. Spieltag bekanntermaßen den SV Mesum 4:3. Für beide Trainer machen die Ergebnisse gegen vermeintliche Favoriten die Liga aus. Wir holen einen Punkt in Senden, haben das gut gemacht. Das zeigt doch, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann. Wir müssen einfach an die Leistung gegen Senden anknüpfen“, sagt Müller.

Anknüpfen an sein erstes Saisontor kann hingegen Marcel Niewalda nicht. Der Stürmer ist privat verhindert, steht nicht im Kader. Das trifft auch auf Mondrian Runde zu, der arbeiten muss. Jannik Prinz ist noch gesperrt, Cem Bozkurt weiterhin verletzt. Torwart Sebastian Treppe hat Probleme mit dem Ellbogen, konnte aber trainieren. Auch Dominik Giffey konnte nach Zehenverletzung unter der Woche wieder ins Training einsteigen. Der zuletzt nicht beschwerdefreie Kapitän Chris Thannheiser ist hingegen fit, hat laut Müller derzeit keine Probleme.

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So kann es gehen: In der Vorwoche legte Dominick Lünemann (hinten) auf, der eingewechselte Simon Mors vollendete zum zwischenzeitlichen 2:0. Später legte Mors noch das 3:0 nach Vorarbeit von Oscar Cabrera und Thomas Eroglu nach.

In Mondrian Runde, Jannik Prinz und Marcel Niewalda fehlen dem Werner SC am Sonntag einige Offensivkräfte. Dass Daniel Durkalic (l.) daher wie in der Vorwoche in Senden von Beginn an ran darf, ist wahrscheinlich.

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