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Volkstrauertag

Vereine gedenken der Kriegsopfer in Werne

Werne Beim Volkstrauertag gedachten die Werner nicht nur der Opfer der beiden Weltkriege. Sie machten klar, warum dieser Tag auch heute noch wichtig ist.

Vereine gedenken der Kriegsopfer in Werne

Der Volkstrauertag soll auch als Mahnung für jüngere Generationen gelten. Foto: David Reininghaus

Mehr als 70 Jahre ist der zweite und letzte Weltkrieg her. Ein langer Zeitraum, der die Relevanz eines Volkstrauertages durchaus infrage stellen könnte. „Unseren Toten zum Gedenken, die Werner Schützenvereine“, heißt es auf dem Band des ersten Kranzes. Der Schriftzug des Kranzes der Stadt Werne ist ähnlich: „Unseren Toten“, heißt es dort. Und doch steckt noch mehr dahinter.

Gedenktag seit 1952
Gudrun Holtrup, 1. stellvertretende Bürgermeisterin von Werne, betonte am Sonntag im Bürgersaal im alten Rathaus, dass das Thema angesichts der Krisen und Kriege in der Welt trotzdem höchste Aktualität habe. „Bei der Schaffung dieses Tages 1952 hat das so niemand erwartet“, so Holtrup. Sie erzählt auch vom Soldatenfriedhof der Partnerstadt Bailleul. „Wenn man die Gräber sieht, wird man doch sehr nachdenklich.“

Am Volkstrauertag soll der Opfer des 1. und 2. Weltkrieges gedacht werden. Gleichzeitig sollen die Erinnerungen auch den nachfolgenden Generationen die Sinnlosigkeit von Kriegen vor Augen führen. Holtrup denkt an die Zusammenkunft von Frankreichs Präsident Emanuel Macron und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Gemeinsam gedachten sie vor einigen Tagen der gefallenen Soldaten beider Länder im 1. Weltkrieg (1914-1918). „Das sind Momente, wo man hofft, dass die Kriege in der Welt weniger werden. Leider werden es wohl immer mehr“, meint Holtrup.

Tag gegen das Vergessen

„Wir sind aufgerufen, der Opfer der beiden Weltkriege zu gedenken, aber wir denken auch an die Opfer des Terrors in der Welt“, sagte Alexander Meese, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Werne. Der Volkstrauertag soll für Meese auch ein „Tag gegen das Vergessen“ sein. „Ohne Erinnerung wird es in der Welt keinen dauerhaften Frieden geben“, glaubt Meese.

Weniger Zeitzeugen
„Die Zeitzeugen der Kriege werden immer weniger. Trotzdem ist es wichtig, den Volkstrauertag als Tag der Erinnerung in unserem Land zu veranstalten“, so Meese. Nach den Reden von Holtrup und Meese gingen die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung vom Rathaus über den Markt in Richtung Steintorpark, wo sie am Ehrenmal die beiden Kränze niederlegten. Vor Ort waren die Schützenvereine Frohsinn 07, Lütkeheide, Baaken, Varnhövel-Ehringhausen, Am Nierstenholz, der Bürgerschützenverein sowie Vertreter des Technischen Hilfswerks und der freiwilligen Feuerwehr. Zum Abschluss spielte der Posaunenchor die Nationalhymne.

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