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Fußball: Landesliga

WSC rettet Punkt / SVH im Stil eines Topteams

WERNE/HERBERN Dank eines Treffers von Marcel Niewalda kamen die Landesliga-Fußballer des Werner SC (15.) am Sonntag zu einem 1:1-Remis beim VfL Senden (4.). Allerdings durften die Trainer des WSC nicht über 90 Minuten an der Seitenlinie stehen. er SV Herbern hat sich souverän drei Punkte gegen den SV Dorsten-Hardt gesichert. In der Fußball-Landesliga siegten die Herberner 3:0 (0:0).

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Großer Jubel beim Werner SC nach dem Treffer zum 1:1. Marcel Niewalda (M., hinten) hatte per Volleyschuss zum Ausgleich getroffen.

Gallig und immer am Mann: Oscar Cabrera (r.) rückt Hardts Julian Krupka auf die Pelle.

Fußball, Landesliga VfL Senden - Werner SC 1:1 (1:0)

Nach einem langen Ball von Innenverteidiger Niklas Link über die Abwehr der Sendener war der eingewechselte Niewalda zur Stelle und schloss per Volleyschuss zum 1:1-Ausgleich ab. Doch es wäre sogar noch mehr drin gewesen. Allerdings fanden die Flanken des WSC in den Strafraum der Gastgeber in den Schlussminuten keinen Abnehmer.

Der Werner SC zeigte sich beim bisherigen Tabellenzweiten im Vergleich zu den vergangenen Wochen, in denen es vier Niederlagen in Folge setzte, deutlich verbessert. Doch die Unsicherheit des Teams spiegelte sich auch in der ersten Viertelstunde der Partie wider. Die Kombinationen im Angriffsspiel führten zu häufig zu Fehlpässen, Senden wiederum konnte mit wenigen Pässen das Werner Mittelfeld schnell überbrücken.

Gefährlich waren die Gastgeber vor allem bei Standards. Daraus resultierte auch der Treffer zum 1:0 (10.). Nach einer Ecke konnte der WSC den Ball nicht klären, immer wieder kam ein Sendener Spieler ans Leder. Nach vier Schüssen, die allesamt abgeblockt wurden, landete der Ball letztlich bei Lucas Morzonek, der aus kurzer Distanz traf. Fouls häuften sich

Insgesamt war die Partie für die Zuschauer nicht ganz so schön anzusehen, es häuften sich immer wieder Fouls im Mittelfeld. Bereits im ersten Durchgang musste Schiedsrichterin Jasmina von Gratowski dreimal die Gelbe Karte zücken. Wernes Kapitän Chris Thannheiser, der letztlich nach 62 Minuten ausgewechselt wurde, handelte sich wiederum Gelb wegen Meckerns ein.

Doch nicht nur auf dem Platz war der WSC mit einigen Entscheidungen der Unparteiischen unzufrieden. Innerhalb von einer Minute (75./76.) mussten sowohl Coach Lars Müller als auch Co-Trainer Christof Zilligen den Innenraum verlassen und den Rest des Spiels hinter der Bande verfolgen. Beide hatten sich jeweils beschwert, dass die Schiedsrichterin Foulspiele gegen den Werner SC nicht geahndet hatte.

Doch zurück zum Spiel. Nach dem Gegentor fand der WSC besser in die Partie. Allen voran Yannick Lachowicz, der als erste Anspielstation im Mittelfeld gesucht wurde und immer wieder ein, zwei Gegenspieler aussteigen ließ. Die beste Chance im ersten Durchgang hatte Mondrian Runde nach einer Flanke von Daniel Durkalic, doch Runde verfehlte aus etwa acht Metern den Sendener Kasten.

In der zweiten Halbzeit drängten die Werner auf den Ausgleich. Durkalic schoss ebenfalls aus 20 Metern knapp vorbei (61.). Allerdings hatten die Gäste auch Glück, dass Lachowicz einen Kopfball von Sebastian Schnetgöke nach einer Ecke auf der Linie klären konnte (71.).

Nach dem Abpfiff war Rainer Leifken, Trainer des VfL Senden, bedient: „Die Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben, hat mir gar nicht gefallen“, sagte Leifken, „das Remis geht in Ordnung. Er bemängelte vor allem die vielen Einzelaktionen seiner Spieler. Auf der Gegenseite war Wernes Coach Lars Müller zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Das Unentschieden war hochverdient. Wir haben uns für den Aufwand belohnt“, so Müller.

Teams und Tore Senden: Dening – Schnetgöke, Berning, Reckmann (65. Belkadi), Otto, Abed, Schrader (63. Stutenkemper), Kintrup, Hölscher, Morzonek, ReickertWerne: Treppe – Link, Stöver, Thannheiser (63. Hennes), Lachowicz, Durkalic, Runde, Poggenpohl (59. Seifert), Klossek, Jücker (71. Niewalda), SimonTore: 1:0 Morzonek (10.), 1:1Niewalda (79.)

SV Herbern - SV Dorsten-Hardt 3:0 (0:0)

Eine Halbzeit lang mussten die Herberner anlaufen, ehe es dann mit Beginn der zweiten Hälfte ganz schnell ging: Flanke aus dem Halbfeld von Ahmed Schett in den Sechzehner auf Whitson. Der Brasilianer nahm den Ball mit dem Rücken zum Tor an, drehte sich um Hardts Jens Lensing und verwandelte aus gut elf Metern zum 1:0 in der 56. Spielminute.

Bis dahin hätte bereits das eine oder andere Tor fallen können. „Zur Pause hätte es auch schon 7:3 stehen können“, sagte SVH-Trainer Holger Möllers. Herbern spielte ein offensives 3-5-2-System mit Lünemann und Schett auf den Außen, dass auch den Gästen immer wieder Räume bot. Viel lief in Halbzeit eins über Lünemanns rechte Seite. Hardts Co-Trainer Thomas Heimath, der Chefcoach Marc Wischerhoff (Wahlhelfer) vertrat, sah das Unheil schon kommen: „Wir kamen in der ersten Halbzeit mit den Diagonalbällen auf Lünemann nicht klar, konnten froh sein, dass Herbern seine Chancen nicht nutzte.“

Das änderte sich dann mit Whitsons Dosenöffner in der zweiten Halbzeit. Cabrera legte nochmals einen höheren Gang ein, war der Chef im Mittelfeld. Hardts Kapitän Thomas Artmann rutschte kurz Spielende ein „Sch...e, man ey“ heraus, nachdem Cabrera ihn zum wiederholten Male abkochte.

Das Spiel entschied letztlich ein Joker: Möllers brachte nach 64 Minuten Simon Mors, der sich mit einem Kopfball und einem verzogenen Schuss einführte. Das 2:0 legte ihm schließlich Lünemann auf, nachdem der von Whitson per Außenrist in den Strafraum geschickt wurde (71.). Eine Minute später setzte Mors einen Flugkopfball an die Latte. In der 75. Minute landete Mors‘ Kopfballhereingabe nach einer langen Ecke noch vor der Rorlinie.

Dorsten-Hardt kam in der zweiten Halbzeit nur noch einmal gefährlich vors Tor. Nach einem Heber-Pass stand Pascal Pfeiffer allein vor Sven Freitag, der lange stehen blieb und den Schuss dann mit einer starken Parade zur Ecke abwehrte. Den Schlusspunkt setzte wieder ein Trio: Cabrera schickte Thomas Eroglu zur Grundlinie, dessen Hereingabe schob Mors zum 3:0 ein.

„Oscar hat das heute schon überragend gemacht. Aber es ist natürlich eine Teamleistung. Die Jungs investieren viel, sind bis zum Schluss präsent. Ich hoffe auch, dass für Whitson nun die Belastung abfällt. Der Junge hat sich zuletzt selbst unter Druck gesetzt“, sagte Möllers. Der Brasilianer schoss am Sonntag sein erstes Saisontor und leitete das 2:0 ein.

Teams und Tore SVH: Freitag – Conde, Dubicki, Schulte, Lünemann (73. Kaminski), Schett, Cabrera, Vogt, Eroglu, Whitson (73. Scholtysik), Schütte (64. Mors)Hardt: Schröder – Lensing, Hennebach, Krupka (68. Liesenklas), Seel (73. Seiffert), Mertens (46. Wellers), Adolf, Jansen, Pfeifer, Urban, BrefortTore: 1:0 Whitson (56.), 2:0 Mors (71.), 3:0 Mors (90.+2)

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Großer Jubel beim Werner SC nach dem Treffer zum 1:1. Marcel Niewalda (M., hinten) hatte per Volleyschuss zum Ausgleich getroffen.

Gallig und immer am Mann: Oscar Cabrera (r.) rückt Hardts Julian Krupka auf die Pelle.

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