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Streit über Zuschuss

Wittener Vogelmutter lehnt Tierschutzpreis ab

WITTEN/BOCHUM Die Wittener Tierschützerin Christa Griese (56) sollte mit dem undotierten Westfälischen Tierschutzpreis ausgezeichnet werden, der vom Bochumer Verein „Tiere in Not“ verliehen wird. Aber Christa Griese lehnt den Preis ab. Weil sie in der Vergangenheit hinter die Kulissen des Vereins geguckt hat, wie sie sagt.

Wittener Vogelmutter lehnt Tierschutzpreis ab

Ein Mauersegler wird von Christa Griese aufgepäppelt.

Christa Griese liebt Vögel über alles. Seit mehr als 35 Jahren zieht sie kleine, hilflose Vogelkinder groß. Engagiert und selbstlos – aus Tierliebe. Seit zwei Jahren versorgt die Tierfreundin auch Vögelchen aus Bochum. „Das sind im Jahr so etwa 60 Tiere“, erzählt sie.

Für ihre Arbeit sollte sie nun den Preis bekommen. Doch Griese kritisiert den Bochumer Verein „Tiere in Not“: „Die machen Tierschutz vom Schreibtisch aus. Irgendetwas stimmt da nicht. Und von so einem Verein nehme ich keinen Preis an“, ärgert sich Christa Griese. Der Verein reagierte prompt. Griese sei jetzt auch nicht mehr für den Preis vorgesehen, hieß es.Christa Griese hatte dem Verein unter anderem vorgeworfen, mit dem Bund Deutscher Tierfreunde mit Sitz in Kamp-Lintfort zu kooperieren. Der Bund geriet vor fünf Jahren in die Negativ-Schlagzeilen, weil es Unregelmäßigkeiten bei der Verwendung von Spenden gegeben hatte. In Rheinland-Pfalz wurde dem Verein damals verboten, weiter Spenden zu sammeln.

Angefangen hatte die Kontroverse mit einer Bagatelle. Christa Griese bat den Verein „Tiere in Not“ um einen 150-Euro-Zuschuss für das Futter für rund 70 Jungvögel, die ihr von „Tiere in Not“ gebracht worden waren. „Für meine Wittener Vögelchen habe ich es bislang immer selbst organisiert oder bezahlt. Immerhin kostet mich meine Tierliebe nicht nur Zeit, sondern auch rund 500 Euro Futterkosten im Monat“, erklärt sie. Schließlich bekomme der Verein doch jede Menge Spenden.

Doch dieses Ansinnen lehnte der Vorstand von „Tiere in Not“ rigoros ab. Und die Beziehungen kühlten merklich ab. „Leider ist es zu einem Zerwürfnis gekommen. Wir bedauern das sehr“, so Gerhard Kipper, Geschäftsführer von „Tiere in Not“ im Gespräch. „Es ging mal wieder um das liebe Geld. Finanzielle Forderungen von Privatleuten können wir nicht erfüllen. Aber wir haben uns nichts vorzuwerfen."

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