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Petra Hagemann auf der Münchner Fachmesse "Opti": Brillen aus Leidenschaft

Früher galt sie als unschön und lästig, heute dagegen ist sie zu einem Mode-Accessoire avanciert: Rund 64 Prozent der Deutschen tragen regelmäßig eine Brille. Der Anteil der Brillenträger unter 30 Jahren wächst stetig. Vor allem das große Angebot und der hohe Komfort moderner Gläser dürften dazu beigetragen haben, dass die Brille zu einem beliebten Modeartikel geworden ist.

  • Auch Fassungen von deutschen Designern hat Petra Hagemann auf der Messe geordert.

    Auch Fassungen von deutschen Designern hat Petra Hagemann auf der Messe geordert. Foto: Schulte

„Eine Brille unterstreicht den Charakter und ist Ausdruck des individuellen Stils“, sagt Petra Hagemann. „Extreme Schmetterlingsformen und runde Fassungen wie in den 80er-Jahren sind in dieser Saison modern.“ Über die neuen Trends hat sich die Augenoptikermeisterin, Inhaberin des Fachgeschäfts „Brillenphantasien“ am Castrop-Rauxeler Markt, schon Anfang des Jahres informiert: „Denn Ende Januar habe ich die ,Opti‘ besucht.“

Die „Opti“ ist eine internationale Messe für Optik und Design, die einmal jährlich in München stattfindet. In diesem Jahr haben daran 557 Aussteller aus 35 Ländern teilgenommen. Die rund 27 500 Besucher haben laut Veranstalter an den drei Messetagen Produkte im Wert von 163 Millionen Euro geordert. Dabei sei das Messe-Nachfolgegeschäft noch gar nicht berücksichtigt, heißt es.

Unbekannte Designer

Auch Petra Hagemann hat gleich viele der Messe-Highlights eingekauft. „Die neuen Brillenfassungen sind schon allesamt in meinem Geschäft eingetroffen“, sagt sie. „Einige der Designer sind in Deutschland noch völlig unbekannt“, erklärt die Optikerin. „Wer also eine schicke neue Brille sucht, ist bei mir genau richtig.“

Brillen aus ganz Europa

In ihrem Geschäft ist inzwischen halb Europa vereint: „Ich habe die neuen Top-Modelle aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, aus Frankreich, Italien und Spanien sowie aus den Benelux-Staaten und Dänemark bei mir im Geschäft“, sagt Petra Hagemann stolz und spricht von einer „europäischen Brillen-Vereinigung“ in der Europastadt Castrop-Rauxel. „Europa funktioniert – zumindest in der Brillenmode.“ Ob Holz, Edelstahl, Titan oder Acetat, verspielte Ornamente, feine Rautenmuster, mit Schmucksteinen besetzt oder unifarben: Fassungen und Bügel gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Materialien.

So kann man die Brille nicht nur mit der Kleidung perfekt abstimmen, sondern auch mit weiteren Accessoires wie Schmuck oder einer passenden Handtasche. Durch ihre „europäische Brillenvereinigung“ hat die Augenoptikerin interessante Erkenntnisse der Brillenmode gewonnen: „Bei uns liegen Österreich und die Schweiz auf einer Wellenlänge; Deutschland und Dänemark haben sich immer schon gut verstanden.“

Sehnsucht nach mee(h)r

Spanien mache die Brillenmode bunt und wecke die Sehnsucht nach me(e)hr. „Die niederländischen Designer trauen sich teilweise mehr als ihre deutschen Kollegen“, sagt Petra Hagemann. Die Franzosen würden nicht nur gut kochen können und wissen, wie man gut lebt: „Brillen designen können sie auch“, findet die Expertin. Sie meint, dass Brillenmode aus Luxemburg und Belgien vielleicht bisher unterschätzt worden sei. Aber eins steht für Petra Hagemann fest: „Die Italiener machen schon seit jeher coole Sonnenbrillen.“ Mit ihren Erkenntnissen steht die Augenoptikermeisterin nicht alleine da: „Ich besuche die Messe immer mit zwei befreundeten Kolleginnen“, berichtet sie. Beide haben ihre Fachgeschäfte in anderen Städten, „sodass wir uns keine Konkurrenz machen“. Dabei seien alle drei „total verschiedene Typen“. Aber darin liegt für Petra Hagemann der Reiz: „Wenn ein Modell nicht zu meiner dunkleren Haarfarbe passt, kann ich dank meiner Freundin überprüfen, ob es einem blonden Menschen steht.“

Mehr Spaß

Das Trio ist auf der „Opti“ bereits bei vielen Ausstellern bekannt. „Zu dritt macht ein Messebesuch auch viel mehr Spaß“, sagt Petra Hagemann. Denn drei Tage lang jeweils zehn Stunden von Stand zu Stand zu schlendern, „schlaucht ganz schön“. Das überlebe man nur mit dem richtigen Schuhwerk.

Für ihre Kunden ist die Geschäftsfrau immer auf der Suche nach ausgefallenen Brillenfassungen und neuen Anbietern: „Ich habe immer eine lange Liste dabei und kaufe durchaus auch gezielt für manche Kunden ein.“ Aber sie denkt auch an sich selbst: „Ich trage seit fünf Jahren eine Gleitsichtbrille“. Inzwischen kann sie aus rund 20 verschiedenen Modellen die passende Fassung wählen. Petra Hagemanns Leidenschaft entfacht sich aber nicht nur für Brillenmode: „Diese verschiedenfarbigen Macarons mit unterschiedlichen Füllungen bei einem der französischen Messeaussteller haben es mir angetan.“ Ob französisches Baisergebäck oder französische Brillenfassungen: Bunt muss es sein. 
 

Sebastian Schulte

 

INFO | Petra Hagemann betreibt „Brillenphantasien“ seit 16 Jahren. Ihre Mitarbeiterin Ursula Koch-Jansen unterstützt sie seit 14 Jahren, Sylvia Trippelsdorf zählt seit sieben Jahren zum Team.

"Brillenphantasien": Am Markt 15, 44575 Castrop-Rauxel, Tel. (02305) 2 26 05
Öffnungszeiten: Montags bis freitags 8.30 bis 18.30 Uhr, samstags 8.30 bis 14 Uhr

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