Konzept zur Altenpflege
Die Altenheime müssen sich nach Ansicht des Osnabrücker Pflegeforschers Hartmut Remmers dringend auf eine steigende Zahl bettlägeriger, demenzkranker und depressiver Bewohner einstellen.
Menschen gingen zunehmend erst in ihrer allerletzten Lebensphase ins Heim, sagte der Professor: „Die Pflegeheime werden immer mehr zu Hospizen.“ Darauf sei die stationäre Altenpflege bislang nicht vorbereitet. Schwerstkranke Bewohner würden oft unter hohem Zeitdruck nur lückenhaft versorgt.
Pflegewissenschaftler aus Osnabrück unter der Leitung von Remmers und Altersforscher der Universität Heidelberg haben neue Ansätze für eine zukunftsfähige Altenpflege entwickelt. Sie stellen die Konzepte gestern bei einem Kongress in Hannover zur Diskussion.
Zunächst müssten diese Erkenntnisse in die Aus- und Weiterbildung des Pflegepersonals einfließen, betonte Remmers. Außerdem müssten mehr Fach- und Assistenzkräfte eingestellt werden, die möglichst in Vollzeit arbeiteten: „Für demenzkranke, psychisch kranke und sterbende Menschen ist es wichtig, dass ihre Pfleger nicht zu oft wechseln.“
Remmers zufolge kann in der Neuorganisation der Arbeitsabläufe auch Sparpotenzial stecken. Derzeit binde die Dokumentation der Pflege bis zu 30 Prozent der Arbeitszeit von Fachkräften. Das könnten nach Schulungen möglicherweise auch Teilzeit-Assistenzkräfte übernehmen.
Der Einsatz von mobilen Computern könne diese Zeit ebenfalls reduzieren. „Allerdings muss auch alles daran gesetzt werden, den administrativen Wasserkopf zu verkleinern, damit man sich stärker den Patienten zuwenden kann.“
Wichtig sei es außerdem, die Möglichkeiten der Prävention in der Altenpflege auszuschöpfen, betonte Remmers. So könnten die Bewohner etwa durch mehr Physio- und Ergotherapie länger mobil bleiben. Durch Erinnerungszimmer könne die Demenz ein wenig verlangsamt werden.
www.pflegewissenschaft.uni-osnabrueck.de
Pflegewissenschaftler aus Osnabrück unter der Leitung von Remmers und Altersforscher der Universität Heidelberg haben neue Ansätze für eine zukunftsfähige Altenpflege entwickelt. Sie stellen die Konzepte gestern bei einem Kongress in Hannover zur Diskussion.
Zunächst müssten diese Erkenntnisse in die Aus- und Weiterbildung des Pflegepersonals einfließen, betonte Remmers. Außerdem müssten mehr Fach- und Assistenzkräfte eingestellt werden, die möglichst in Vollzeit arbeiteten: „Für demenzkranke, psychisch kranke und sterbende Menschen ist es wichtig, dass ihre Pfleger nicht zu oft wechseln.“
Remmers zufolge kann in der Neuorganisation der Arbeitsabläufe auch Sparpotenzial stecken. Derzeit binde die Dokumentation der Pflege bis zu 30 Prozent der Arbeitszeit von Fachkräften. Das könnten nach Schulungen möglicherweise auch Teilzeit-Assistenzkräfte übernehmen.
Der Einsatz von mobilen Computern könne diese Zeit ebenfalls reduzieren. „Allerdings muss auch alles daran gesetzt werden, den administrativen Wasserkopf zu verkleinern, damit man sich stärker den Patienten zuwenden kann.“
Wichtig sei es außerdem, die Möglichkeiten der Prävention in der Altenpflege auszuschöpfen, betonte Remmers. So könnten die Bewohner etwa durch mehr Physio- und Ergotherapie länger mobil bleiben. Durch Erinnerungszimmer könne die Demenz ein wenig verlangsamt werden.
www.pflegewissenschaft.uni-osnabrueck.de
