Aber dass es nur eine Momentaufnahme für die Mannschaft von
Wacker Obercastrop glaubt man nicht. Zu gut hatte sie beim Kirchhörder SC gespielt und lediglich vier Minuten fehlten, um die Spitze im Griff zu behalten. Coach Uwe Esser: „Natürlich ist es ärgerlich, dass wir noch den Ausgleich einstecken mussten, aber die Kirchhörder haben zum Schluss einfach mehr Druck gemacht.“
Die Europastädter besaßen mehrfach die Chance, mit guten Einschuss-Gelegenheiten alles klar zu machen. Während aber die „einfachen Dinger“ nicht ins Tor gingen, wusste der kurz vorher eingewechselte Ahmed Caki mit einem unhaltbaren „Kunstschuss“ (Esser) den Torwart zu überwinden. Selbstbewusst rief Caki seinem Trainer zu: „Das war kein Glück, das war so gewollt.“
Rote Karte dämpft Siegesfreude
Mit drei Zählern Rückstand hat sich die
Spvg Schwerin wieder in Schlagdistanz zum SV Wacker gebracht. 5:0 gewonnen, den Sprung zurück ins obere Tabellendrittel der Fußball-Bezirksliga geschafft – eigentlich hätte die Stimmung bei der Spvg Schwerin nach der Partie gegen Eintracht Datteln prächtig sein müssen. Doch die Rote Karte gegen Ricardo Neumann trübte den ansonsten gelungenen Sonntagnachmittag.
„Er war gerade wieder in Tritt gekommen“, sagte Schwerins Trainer Jürgen Klahs über den zuvor lange verletzten Kreativspieler. In der Tat hatte Neumann gegen Datteln bis zu jener 76. Minute eine starke Vorstellung geboten, unter anderem das 3:0 kurz vor der Pause selbst erzielt.
Dann jedoch machte der Schweriner seinem Ärger über eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters derart Luft, dass er das Spielfeld vorzeitig verlassen musste. „Wenn er das gesagt hat, was mir berichtet worden ist, war die Rote Karte berechtigt“, erklärte Klahs, der dennoch um Verständnis für Neumann warb. „Er ist in der Szene davor klar gefoult worden“, befand der Trainer, „so etwas zehrt an den Nerven“.
Ernüchterung in Habinghorst
Ernüchterung machte sich beim
VfB Habinghorst nach der Partie beim TuS Rahm breit. Die 0:3-Niederlage hatte den zaghaften Aufwärtstrend des Fußball-Bezirksligisten jäh gestoppt.
„Wir hätten hier heute etwas erreichen können“, erklärte VfB-Trainer Daniel Kuhn, „das ist uns aber leider nicht gelungen“. In der Tat wurde eine große Chance verpasst. Mit einem Sieg wären die Habinghorster bis auf einen Punkt an Rang acht herangerückt. Stattdessen rutschten sie vom zehnten auf den elften Platz ab.
Allerdings wollte sich der Trainer nicht lange mit Einzelkritik aufhalten. „Wir müssen jetzt hart arbeiten“, lautete seine Ansage. Als nächstes steht die schwere Partie gegen den Tabellensechsten, SC Dorstfeld, an.
Trübsalblasen nach Schüren-Pleite
Trübsalblasen war beim
SuS Merklinde nach der 2:5-Abfuhr beim BSV Schüren angesagt. Beim Sportlichen Leiter Martin Broll, der als Coach schon mit der Reserve den „Kaffee auf“ hatte. Bei den Spielern und natürlich bei Spielertrainer Marco Gruszka selbst. Der hatte sich entgegen seiner Gewohnheit nach Spielschluss erstmal auf der Auswechselbank „verkrochen“. Dabei werden ihm sicherlich auch immer wieder die Szenen durch den Kopf gegangen sein, die letztendlich zur Niederlage führten. Auch von den zahlreichen Bällen die den Gegenspielern immer wieder vorgelegt wurden. Woran auch der Coach selbst beteiligt war, der natürlich nach dreiwöchiger Verletzungspause noch nicht auf gewohntem Level spielte.