Ausstellung: Möglichkeiten der Malerei im Folkwang Museum

ESSEN Malerei ist längst nicht mehr allein die Staffelei und Farbe, sie ist nicht mehr flach und findet nicht mehr nur an der Oberfläche statt. Malerei bedeutet Tiefe, Körperlichkeit und besonders Räume. Dies wird deutlich in der am Freitag eröffneten Ausstellung „Nur was nicht ist ist möglich“ im Essener Museum Folkwang.

  • Franz Ackermanns »Aladin's Sister« (Ausschnitt) von 2012.

    Franz Ackermanns »Aladin's Sister« (Ausschnitt) von 2012. Foto: Rosenstiel

Verschiedene Künstler haben sich mit Malerei auseinander gesetzt und erschaffen in der Großen Halle faszinierende Räume. Denn Malerei findet nicht mehr allein auf der Leinwand statt, sondern geht darüber hinaus.

Franz Ackermann nutzt alle vier Wände, kreiert Wandbilder hinter den Bildern. So taucht der Besucher ein in eine Farbwelt, die mit tausend kleinen Details überrascht. Sehen manche Gemälde vielschichtig aus, als seien mehrere Ebenen geschaffen worden, so entpuppen sie sich als flache Welt.

Scheinbares Chaos

Doch in so manchem kleinen Tunnel auf der Leinwand verbergen sich dreidimensionale Schätze. In Ackermanns scheinbarem Chaos wird die Schnelllebigkeit der Welt festgehalten, aber es werden auch logische Verbindungen geschaffen, die sich nur mit dem Wandern der Augen, dem ausgiebigen Betrachten, erschließen.

Während Ackermanns Bilder von Farben und Farbexplosionen leben, nutzt Nicolas Party seine Farben auf subtilere Weise. Auf zwei gegenüber liegenden Wandmalereien verzichtet er gänzlich auf grelle Farben: Schwarz und Weiß schafft Schattierungen, die Schatten und Licht lebendig werden lassen – zum Greifen nahe.

Form und grelle Farbe

Cornelia Baltes lässt dicke grüne Pinselstriche bei längerem Hinsehen zum Leben erwachen, dann flattern und picken sie fröhlich über die Wände.

    
Malerei wird hier als Objekt im Raum erfahrbar. Das Wandern durch die Kunst eröffnet Blickwinkel: Sei es vorbei an Wandmalereien, mitten durch die Folien-Vorhänge von Johannes Wohnseifer oder die schrägen Metall-Skulpturen des dänischen Künstlers Simon Dybbroe Møller.

 
Museum Folkwang Essen: „Nur was nicht ist ist möglich“, Museumsplatz 1, bis 28. Juli, Di-So 10-18 Uhr, Fr 10-22.30 Uhr.
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Autor
Stefanie Platthaus
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    7. Juni 2013, 16:06 Uhr
    Aktualisiert:
    15. Oktober 2014, 16:11 Uhr