Tag der Gärten und Parks: Wie ein Gemälde hat Birgit Pflüger ihren Garten komponiert

DORTMUND Vom „Gärteln“, dem wahllosen Zusammenwürfeln von Pflanzen, hält Birgit Pflüger gar nichts. In ihrem fernöstlich angehauchten Garten in Dortmund-Oespel hat sie sich ganz bewusst eine Oase geschaffen, die trotzdem wir zufällig gewachsen aussieht. Am Tag der Gärten und Parks steht Besuchern auch hier die Pforte offen.

  • Birgit Pflüger wünscht sich für den Tag der Gärten und Parks besonders eines: dass die Besucher ihren Garten genießen.

    Birgit Pflüger wünscht sich für den Tag der Gärten und Parks besonders eines: dass die Besucher ihren Garten genießen. Foto: Platthaus

„Es muss zufällig aussehen, aber man darf nichts dem Zufall überlassen“, sagt Birgit Pflüger. Hinter dem Haus offenbart sich kein penibel geschnittener Rasen, aber auch kein wildes Gewucher.

Ein schmaler Steinweg führt vorbei an einem plätschernden Bachlauf, der in den ersten Teich mündet. Eine kleine Brücke führt zu einer Steinbank, überwachsen von Farnen. Schon hier umweht den Besucher der Duft von Blüten.

Varianten von Grün

Doch die vorherrschende Farbe im 1000-Quadratmeter-Garten ist grün. Grün in vielen Varianten, Tönen und Kombinationen. Nur an wenigen Stellen blühen Azaleen in pink und rosa, aber dort verweilt der Blick nicht.
Der Besucher wird nicht von Farben erschlagen und von Düften überlastet.

„Zu viel Farbe ist nicht meins“, sagt die Gartenbesitzern. Stattdessen zeigt sie stolz Mauseohr in bläulichen und gelblichen Schattierungen, Japanische Kaisereichen, Pfingstrosen, Styrax, hochstämmige Zaubernuss, Japanische Zierkirsche, Haarzypresse und Shishi Gashira.

Freude, keine Arbeit

Birgit Pflüger schätzt pflegeleichte Pflanzen und freut sich, dass die Natur selbst ihr oft bei der Pflege hilft. Ein Garten solle Freude machen und nicht in Arbeit ausarten.

Ein größerer Teich folgt weiter hinten, eine Brücke führt in den hinteren Teil. Dort, ganz versteckt in der Ecke, wartet das Mondtor. Daneben, in der Hecke, kann der aufmerksame Betrachter eine kleine Schaukel entdecken, und wer das Tor durchschreitet findet eine gemütliche Sitzecke vor.

Still und unbeobachtet

Obwohl Pflügers Garten mitten in einem Wohngebiet liegt und an manchen Stellen die Nachbarhäuser durch die Blätter linsen, wirkt alles still und unbeobachtet.

Birgit Pflüger sorgt stets dafür, dass Bewegung in ihrem Garten bleibt: Wenn sie das Gefühl hat, eine Pflanze passt besser an eine andere Stelle, dann wird sie umgesetzt. „Es ist wie ein Gemälde zu gestalten – es muss eine Komposition entstehen, die passt“, erklärt Pflüger. Zu voll dürften die Beete aber nicht werden. „Das Auge muss auch mal Ruhe haben.“
Autor
Stefanie Platthaus
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    23. Mai 2013, 18:01 Uhr
    Aktualisiert:
    23. Mai 2013, 18:20 Uhr
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