Theatergruppe Austropott: Komödie "Kunst" begeistert im U

DORTMUND Zweieinhalb Jahre waren die Schauspieler Harald Schwaiger, Michael Kamp und Richard Saringer nicht mehr in Dortmund zu sehen. Jetzt sind die drei Publikumslieblinge aus dem Ensemble des ehemaligen Schauspieldirektors Michael Gruner zurück. - Und wie!

  • Serge (M., Harald Schwaiger) hat sich ein elend teures Gemälde gekauft und seine Freunde Yvan (l., Richard Saringer) und Marc (Michael Kamp) reagieren sehr unterschiedlich. "Kunst" ist das erste Stück der drei Schauspieler mit ihrem neuen Ensemble "Austropott" selbstständig gemacht haben.

    Serge (M., Harald Schwaiger) hat sich ein elend teures Gemälde gekauft und seine Freunde Yvan (l., Richard Saringer) und Marc (Michael Kamp) reagieren sehr unterschiedlich. "Kunst" ist das erste Stück der drei Schauspieler mit ihrem neuen Ensemble "Austropott" selbstständig gemacht haben. Foto: Tilman Abegg


Restlos begeistert war das Publikum am Mittwoch bei der Preview von Yasmina Rezas Kult-Komödie "Kunst" im Edelkino im Dortmunder U.

Es ist eine Traumbesetzung für die glänzende Komödie, die eine Feuerwerk an Situationskomik und Wortwitz, aber auch geistreiche Dialoge über die Freundschaft von drei Männern und die Kunst bietet.

Yvan, der Weinerliche

Richard Salinger trägt als Yvan, der Weinerliche, das Stück. Grandios spielt er den toleranten Freund, der immer vermitteln und beschwichtigen will.

Er ist eine gnadenlos komische, aber zugleich die tragischte Figur in dem Trio. Seine großen Ausbrüche sind Höhepunkte der Komödie.

Weiß mit weißen Streifen

Freund Serge, der das Bild, des Anstoßes (weiß mit feinen weißen Querstreifen) gekauft hat, spielt Harald Schwaiger und vermittelte ansteckende Begeisterung mit seinem überlegen gespielten Stolz, Besitzer dieses Meisterwerks zu sein.



Michael Kamp zeigt als Freund Marc sehr schön die Entwicklung vom gönnerhaft lächelnden Kunstbanausen zum Choleriker.

Tragendes Mienenspiel

Am Anfang würde allein das Minenspiel der drei Schauspieler das Stück tragen. Hervorragend zeigen die drei Schauspieler aber auch, dass in jeder der drei Figuren viel Tragik steckt.

Dies war nicht nur das Debüt der ohne öffentliche Gelder arbeitenden Gruppe "Austropott", sondern auch die Theater-Premiere im gehoben ausgestatteten Kino-Saal im U, der akustisch glänzend für solche Kammerspiele geeignet ist.

"Irres Ensemble"

Stolz und hochzufrieden war auch Michael Gruner, der von den Proben zu seiner "Pension Schöller", die am 8. Februar in Krefeld Premiere feiert, gekommen war und lobte: "Ein irre gutes Ensemble".

Stimmt. Selten wird man so gut unterhalten.

Termine: 12./19.1., 23.2., 2.3. Dortmunder U; 26./30.1. Kunstmuseum Bochum; Karten: Tel. (0177) 939 56 55.

    

Autor
Julia Gaß
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    10. Januar 2013, 13:00 Uhr
    Aktualisiert:
    31. Januar 2013, 18:03 Uhr
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