Gefährliches Musikhören: Fußgänger sind im Straßenverkehr am meisten gefährdet

München Fußgänger aufgepasst. Sie sind dem Sicherheitsreport der Allianz zufolge im Straßenverkehr am stärksten gefährdet. Deshalb sollten sie umso vorsichtiger sein und sich nicht von Musik oder Telefonaten vom Straßenverkehr ablenken lassen.

  • Fußgänger sollten sich nicht durch Musik oder das Smartphone vom Verkehr ablenken lassen. Foto: Andrea Warnecke

    Fußgänger sollten sich nicht durch Musik oder das Smartphone vom Verkehr ablenken lassen. Foto: Andrea Warnecke

Fußgänger sollten sich nicht durch Musik oder Telefongespräche vom Verkehr ablenken lassen. Denn dadurch steigt die Unfallgefahr. «Es ist durchaus gefährlich, laut Musik zu hören», sagte Christoph Lauterwasser, Leiter des Allianz Zentrums für Technik (AZT).

Ein weiterer Risikofaktor für die Fußgänger: Alkohol - und nicht nur bei Autofahrern. Eingeschränkte Verkehrstüchtigkeit mache immerhin sechs Prozent des Fehlverhaltens von Fußgängern aus, erklärte Lauterwasser. Dazu führt vor allem der Genuss von Alkohol, aber auch von Drogen oder Medikamenten.

    
Der am 4. Juni veröffentlichte Sicherheitsreport der Allianz beweist, dass Fußgänger im Straßenverkehr am stärksten gefährdet sind. Sie machen rund 15 Prozent der Getöteten aus, ein Großteil davon sind Senioren.

Ein weiterer Risikofaktor neben der Ablenkung ist schlechte Sicht. So ist häufiger Fehler von Fußgängern, hinter Hindernissen auf die Straße zu treten, erklärte Lauterwasser. Als Fußgänger müsse man dazu beitragen, dass der Autofahrer rechtzeitig bremsen könne. Das heiße auch, nicht zwischen parkenden Autos zu warten, um auf die andere Straßenseite zu kommen.

Blickkontakt zum Autofahrer suchen

Beim Überqueren der Straße - zum Beispiel an Zebrastreifen - ist es wichtig, den Blickkontakt zum Autofahrer zu suchen. Zusätzlich ist eindeutiges Verhalten im Straßenverkehr von Vorteil, sagte Lauterwasser. Mit einem Handzeichen können Fußgänger zum Beispiel zeigen, dass sie nun losgehen und dem Auto nicht den Vortritt überlassen. Ein Schritt vor und einen zurück - so widersprüchliches Verhalten irritiert dagegen.

In der Dämmerung und bei Nacht müssen Fußgänger helle und idealerweise reflektierende Kleidung tragen. Außerdem sollten sie auf der linken Straßenseite gehen. «Damit man sieht, was auf einen zukommt», sagte Lauterwasser. Halten sich Fußgänger an diese Tipps, tragen sie dazu bei, das Unfallrisiko zu senken.

Radfahrer werden mit steigendem Alter mehr und mehr zu Helm-Muffeln. Während immerhin 56 Prozent der Kinder bis zum Grundschulalter laut Zahlen der Bundesanstalt für Straßenwesen ihren Kopf auf dem Zweirad schützen, sinkt die Quote rapide, je älter die Fahrer sind, wie die Allianz im Sicherheitsreport schreibt.

Senioren bildeten das Schlusslicht, gerade noch fünf Prozent der Radfahrer im gesetzten Alter nutzten einen Helm. Insgesamt sei der Anteil der behelmten Radfahrer hierzulande mit elf Prozent viel zu niedrig, denn 40 Prozent der schweren Verletzungen, die Radfahrer bei Unfällen erleiden, seien Kopf- und Hirnverletzungen.

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Autor
Lea Sibbel
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    4. Juni 2013, 13:17 Uhr
    Aktualisiert:
    4. Juni 2013, 15:42 Uhr