Küsten-Plage: Quallen verderben Spanien-Urlaubern den Badespaß

Alicante Quallen verderben Urlaubern an zahlreichen Stränden der spanischen Mittelmeerküste derzeit den Badespaß. Die Regionen Benidorm, Alicante und Torrevieja sind besonders stark betroffen.

  • Quallenschwemme im Mittelmeer: Normalerweise tritt die Plage erst im August auf. Archivfoto: Oceana/Carlos Suarez

    Quallenschwemme im Mittelmeer: Normalerweise tritt die Plage erst im August auf. Archivfoto: Oceana/Carlos Suarez

Quallenplage an Spaniens Küste: Davon waren in den vergangenen Tagen die Küstengebiete um Benidorm, Alicante und Torrevieja im Südosten Spaniens stark betroffen. In der Urlauberhochburg Benidorm beklagten sich nach einem Bericht der Zeitung «Información» Badegäste darüber, dass die lokalen Behörden nichts gegen die Plage unternähmen.

Die Stadtverwaltung wies die Klagen zurück. «Die Quallen sind nicht gefährlich», sagte der Stadtrat Vicente Juan Iborra dem Blatt. «Wir wissen, dass sie stören, aber es gibt keinen Grund, Alarm zu schlagen.»

Wissenschaftler wiesen darauf hin, dass in dieser Region Quallenplagen normalerweise vor allem im August auftreten. Die Witterungsverhältnisse in diesem Frühjahr und die Meeresströmungen hätten jedoch dazu geführt, dass die Quallen früher an die Strände getrieben worden seien, sagte der Biologe Juan Guillén.

Auch auf Mallorca waren zuletzt an mehreren Stränden größere Mengen von Quallen gesichtet worden. Die spanische Meeresforscherin Verónica Fuentes berichtete, in diesem Jahr seien die Quallen im Mittelmeer zahlreicher und größer als sonst. «Wir haben auf hoher See Quallenbänke entdeckt, die sich über mehrere Kilometer erstreckten», sagte die Wissenschaftlerin, die an einem internationalen Projekt zur Erkundung der Quallenplagen teilnimmt, der Nachrichtenagentur EFE. «Dort gab es 30 bis 40 Quallen pro Kubikmeter. Das sind extrem viele.» Ob die Quallen an die Strände getrieben werden, hänge von den Windrichtungen und den Meeresströmungen ab. Bei den auf Mallorca gesichteten Quallen handelt es sich teilweise um giftige Exemplare.

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Autor
dpa/tmn
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    6. Juni 2013, 14:18 Uhr
    Aktualisiert:
    6. Juni 2013, 15:02 Uhr