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Berlin (dpa/tmn) Der Audi A6 gilt als Dauerläufer, zuverlässig und von guter Qualität. In der Pannenstatistik schneidet er als Gebrauchter bestens ab - trotz kleiner Mängel.
Langstreckenqualität trifft auf Zuverlässigkeit: ADAC und TÜV urteilen positiv über den Audi A6. Kleine Makel hat aber auch er. Foto: Audi (Foto: dpa)
BVB-Fieber in Wembley und Dortmund: Wie ist die Stimmung bei den Fans in London? Was passiert in der Heimat? Mit uns verpassen Sie nichts: Unsere Reporter tickern rund um die Uhr und live vor Ort.Der Audi A6 ist ein beliebter Dienstwagen. Das macht das Modell der gehobenen Mittelklasse, das mit dem 5er BMW und der Mercedes E-Klasse vergleichbar ist, unter anderem als Leasing-Rückläufer für Gebrauchtwagenkäufer interessant. Solange der Pflegezustand stimmt, ist nach Einschätzung von ADAC und TÜV ein hoher Kilometerstand akzeptabel: Der A6 gilt als Dauerläufer.
Qualität und Zuverlässigkeit seien beim Audi A6 «auf sehr hohem Niveau», urteilt der ADAC mit Blick auf seine Pannenstatistik, in der der Wagen seit Jahren sehr gut abschneidet. Entsprechend kurz ist die Mängelliste: Darin sind vereinzelte Zylinderschäden aufgeführt, meist bei den bis 2007 gebauten 3.0 TDI, die im Rahmen einer Kulanzregelung vom Hersteller behoben wurden. Bei einigen Exemplaren (bis 2007) streikte die Lichtmaschine . Dem «TÜV Report» zufolge gibt es öfters mit der Multitronic-Schaltung Probleme. Als Mängelschwerpunkt des bis 2004 gebauten A6 Typ 4B haben sich bei der Kfz-Hauptuntersuchung poröse Bremsschläuche herausgestellt. Beim Nachfolger moniert der TÜV Rost an Türunterkanten und Heckdeckel.
Mit der Einführung des A6 löste Audi die bis dahin übliche Bezeichnung Audi 100 ab. Der erste A6 war 1994 im Grunde jedoch nur ein modellgepflegter Audi 100. Ein komplett neuer A6 erschien 1997 (4B). Nachfolger (4F) war der von 2004 bis 2011 gebaute Wagen, der 2008 geliftet wurde. Neben der viertürigen Limousine wird ein Avant genannter Kombi angeboten, den es auch in der Offroad-Variante Allroad gibt. Anfang 2011 zeigte Audi auf der Motorshow in Detroit die dritte und aktuelle Generation (4G).
Die meisten A6 haben einen Turbodiesel (TDI) unter der Haube - allerdings werden die Selbstzünder erst seit 2005 mit Partikelfilter bestückt. Die Spanne der TDI-Modelle reicht von dem mit 85 kW/115 PS recht schwach motorisierten Exemplar der ersten Generation bis zum 230 kW/313 PS starken Topdiesel bei der aktuellen Auflage. Die Benziner leisten je nach Baujahr und Generation zwischen 96 kW/130 PS und 422 kW/580 PS im Sportmodell RS6. Seit 2012 gibt es auch eine Hybridausführung mit 155 kW/212 PS Systemleistung, die neu ab 53 300 Euro kostet.
Wer sich auf dem Gebrauchtwagenmarkt nach einem vergleichsweise kräftig motorisierten Exemplar umsieht, sollte im Fall des S6 mit 320 kW/435 PS starkem Zehnzylinder von 2008 für rund 28 800 Euro fündig werden. Diesen Schätzpreis nennt die Schwacke-Liste für Wagen mit einer Durchschnittslaufleistung von etwa 89 700 Kilometern. Wer eher nach einem Familienauto sucht, kann demnach einen A6 Avant 2.0 TFSI mit 125 kW/170 PS von 2010 für rund 19 700 Euro bekommen (58 400 Kilometer). Soll es eine Diesellimousine sein, kann der A6 3.0 TDI DPF quattro von 2009 mit 176 kW/240 PS starkem V6 eine Alternative sein - für etwa 22 250 Euro (81 300 Kilometer).

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