Weniger Verletzte bei Fahrradunfällen
Stuttgart (dpa/tmn) Die Zahl der bei Fahrradunfällen verletzten Personen ist im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Das teilte der Auto Club Europa (ACE) mit. Dabei bereitet Unfallforschern vor allem der relativ hohe Anteil von Kindern Sorgen.
Artikel zu diesem Thema
- Rücksichtslose Überholer regen Überlandfahrer auf
- Navteq will Fahrhinweise anschaulicher machen
- Ältere Behinderten-Parkausweise werden ungültig
- Nebelschlussleuchte Auch bei Starkregen vorgeschrieben
- Elektrofahrräder: Billigangeboten besser widerstehen
Artikel aus diesem Ressort
Insgesamt seien 4,6 Prozent weniger Verkehrsteilnehmer - darunter auch Auto- und Motorradfahrer - bei Unfällen mit Fahrrädern verletzt worden, so der ACE. Der Langzeittrend weist allerdings in eine andere Richtung: Denn gegenüber dem Vergleichsjahr 1998 verzeichnet der ACE einen Anstieg von 12 Prozent auf 82 508 Verletzte im Zusammenhang mit Fahrradunfällen. Die Studie erstellte der Automobilclub anhand von Zahlen des Statistischen Bundesamtes.
Unfallforschern macht vor allem der relativ hohe Anteil von Kindern an schweren Radunglücken Sorge. Jeder dritte Junge unter 15 Jahren, der bei einem Unfall starb, sei auf dem Fahrrad unterwegs gewesen. Der ACE ruft Radfahrer in diesem Zusammenhang erneut zum Tragen eines Fahrradhelms auf. Nur 6 Prozent der Radler würden einen Kopfschutz tragen, der allerdings rund 80 Prozent der Schädelverletzungen verhindern könne.



