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BERLIN Wer nicht frieren will, muss zahlen: Als wären die steigenden Strompreise nicht schon genug - Jetzt lässt der kalte Winter auch noch die Heizkosten steigen. Für 2010 drohen hohe Nachzahlungen. Warm anziehen sollte sich vor allem, wer mit Öl heizt.
Verbrauchern drohen hohe Nachzahlungen. Haushalte, die mit Öl heizen, sind besonders betroffen. (Bild: dpa)
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Die Steigerungen träfen besonders Haushalte mit Ölheizung, weil dort auch die Preise in die Höhe schnellten, teilte das auf die Erfassung von Energieverbrauch spezialisierte Unternehmen Techem mit. Demnach kommen auf die Bundesbürger für 2010 bei der Heizkostenabrechnung ihrer Ölheizung um 30 bis 50 Prozent höhere Ausgaben zu.
Im bundesweiten Schnitt haben die Bundesbürger laut Techem in den Wintermonaten Oktober bis Dezember des vergangenen Jahres 20 Prozent mehr Heizenergie verbraucht als im Vorjahreszeitraum. Regional fiel der Anstieg aber noch deutlich höher aus: Auf Sylt lag das Plus bei 28 Prozent, in Bamberg bei 27 Prozent und in Saarbrücken bei 26 Prozent.
Trotz des wachsenden Verbrauchs: Bei Gasheizungen ergibt sich nach den Berechnungen von Techem für 2010 ein Kostenanstieg um 7 bis 8 Prozent, da die Gaspreise zeitweise rückläufig waren. Nach Angaben von toptarif.de profitierten die Verbraucher noch immer von der Gaspreisentwicklung der vergangenen Jahre. Zwischen Frühjahr und Jahresende 2009 sanken die Gaspreise demnach in mehreren Schritten um rund 20 Prozent und blieben 2010 vergleichsweise konstant.
«Auf einen durchschnittlichen Haushalt entfallen zusätzliche Gaskosten von knapp 53 Euro», erklärt Daniel Dodt von toptarif.de. Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft lag der Durchschnittsverbrauch eines deutschen Haushalts mit Gasheizung 2009 bei rund 15 200 Kilowattstunden im Jahr. «In größeren Haushalten, zum Beispiel bei Familien in Einfamilienhäusern, können auch Nachzahlungen von 100 Euro und mehr fällig werden.»
Eine Möglichkeit, sich in Zukunft vor steigenden Gaskosten zu schützen, sei der Anbieterwechsel. In vielen Regionen klafften zwischen günstigen und teuren Versorgern, beispielsweise für Familien, Preisunterschiede von 300 bis 400 Euro.

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