Opelwerk Bochum: 300 Mitarbeiter auf der Abschussliste
BOCHUM Die Situation im Opel-Werk spitzt sich weiter zu: Wenn sich bis Freitag dieser Woche nicht weitere 250 bis 300 Mitarbeiter finden, die freiwillig ausscheiden, will nach Betriebsratsangaben das Unternehmen den nächsten Schritt gehen.
Bei Opel in Bochum droht 300 Mitarbeitern die Kündigung.
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Eine formale Kündigung sei das nicht. Noch nicht. Die Betroffenen hätten somit die letzte Möglichkeit, freiwillig aus dem Unternehmen auszuscheiden. Wer dieses „Angebot“ bis spätestens Mitte August annimmt, bekommt laut Betriebsrat neben der Abfindung noch drei Monatsgehälter zusätzlich. „Aber er verliert auch seinen Arbeitsplatz“, sagt Einenkel klipp und klar.
Betriebsrat will jeder Kündigung widersprechen
Er kündigte für den Fall betriebsbedingter Kündigungen ein deutliches Signal des Betriebsrates an. Alle Betroffenen würden in das IG-Metall-Haus eingeladen, um die nächsten Schritte zu besprechen. „Der Betriebsrat wird jeder einzelnen Kündigung widersprechen.“ Ebenso werde sich die Arbeitnehmervertretung nicht an der Sozialauswahl betriebsbedingter Kündigungen beteiligen.Muss er aber auch wohl nicht mehr. Das Unternehmen hat offensichtlich in den vergangenen Wochen bereits entsprechende Maßnahmen ergriffen. Die Belegschaft wurde in Gruppen für verschiedene Aufgaben unterteilt.
Innerhalb der Gruppen sind anschließend Punkte an die Mitarbeiter vergeben worden. Dabei spielten laut Betriebsrat die Zugehörigkeit zum Unternehmen ebenso eine Rolle wie die persönliche oder familiäre Situation. Anhand dieser Punkte würden dann auch die Mitarbeiter angeschrieben, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind.
Nicht genügend Freiwillige
Dass sich in dieser Woche genügend Freiwillige finden, scheint ausgeschlossen. Seit dem Spruch der Einigungsstelle, der den Abbau von weiteren 600 Jobs vorsah, haben sich nur rund 300 Opelaner gefunden, die von sich aus das Unternehmen verlassen wollen.
Dass der Konzern weniger Stellen abbaut, war aus Sicht von Einenkel nicht zu erreichen: „Hätten wir in der Einigungsstelle nicht unterschrieben, hätte es nicht die höheren Abfindungen gegeben und auch die Laufzeit des Getriebewerkes wäre nicht verlängert worden.“

























