Trauerfeier: Abschied von Klaus Steilmann
WATTENSCHEID Gedenkfeier für einen der prominentesten Bürger Wattenscheids: Rund 1200 Trauergäste haben Klaus Steilmann am Samstagvormittag in der Gertrudiskirche die letzte Ehre erwiesen.
Hunderte Fans der SG Wattenscheid trugen ein Banner mit dem Porträt von Klaus Steilmann durch die Straßen. (Foto: Privat)
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Der "Boss"
In einem Trauerzug trugen sie ein schwarzes Transparent mit dem Porträt ihres "Bosses", der in der Nacht zum 14. November gestorben ist, zur Kirche.
Die Fußballmannschaften hatten bereits vor dem Heimspiel am Freitagabend im Lohrheidestadion bei einer bewegenden Trauerfeier ihres Förderers und früheren Präsidenten gedacht.
1000 Gäste
Die rund 1000 Gäste, die sich am Samstagmorgen zur Gedenkfeier eingefunden hatten, und weitere 200 auf dem Vorplatz spiegelten die Vielschichtigkeit des Wirkens des Weltbürgers aus Wattenscheid über Partei- und Ländergrenzen hinweg.
Darunter Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Gewerkschaften, Sport und Wissenschaft mit lokalem, nationalem und internationalem Ruf.
Väterlicher Freund
Allem voran erinnerte der Propst, der beide Enkelkinder des Verstorbenen getauft hatte, an die Verdienste von Klaus Steilmann um seine Familie.
Mit großer gesellschaftlicher Verantwortung habe er seine Firmen und Mitarbeiter geführt und den Sport, insbesondere den Nachwuchs, gefördert. Einzelnen war er ein väterlicher Freund.
Lokalpatriot
Dr. Ottilie Scholz, Oberbürgermeisterin der Stadt, deren Kennzeichen der Kämpfer für die Unabhängigkeit Wattenscheids nie auf seinem Auto duldete, erinnerte an den Lokalpatrioten, dessen Herz aber auch für die Welt schlug - dokumentiert durch hohe Auszeichnungen im In- und Ausland.
So zeichnete sie das Bild des liebenswerten und charakterstarken Menschen, der von einer enormen inneren Kraft geprägt war. Und dessen Tatkraft sich auch durch gesundheitliche Probleme nicht bremsen ließ.
Großer Unternehmer
Seine Tür war immer offen, er war stets für jeden zu sprechen.
Mit großem Respekt erzählten die ehemaligen Wegbegleiter, Manfred Schallmeyer, früher IGM Vorstand, und Jörg Hintz, ehemals Herausgeber der Zeitschrift "Textilwirtschaft", und ein Botschaftsvertreter der Ukraine von Klaus Steilmann als einem der großen Unternehmer der Nachkriegszeit.
Am Ende der Trauerfeier war in den Gesichtern zu lesen, was OB Scholz ausgesprochen hatte: "Es wird schwer, sich vorzustellen, dass Klaus Steilmann nicht mehr unter uns ist."

























