Bergbaumuseum: Anbau steht kurz vor der Eröffnung
BOCHUM Noch wird überall gewerkelt, gemalt und geputzt. Doch der Rundgang durch den Erweiterungsbau des Deutschen Bergbaumuseums zeigt schon jetzt, zwei Wochen vor der Eröffnung: Hier ist wirklich ein hochkarätiger Diamant entstanden.
Die neue Attraktion des Deutschen Bergbaumuseums steht kurz vor der Vollendung: Der schwarze Diamant.
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Schwarzer Diamant
Ein Schmuckstück für die Stadt Bochum, die hier eines der wenigen Bauprojekte zum Kulturhauptstadtjahr 2010 verwirklicht sieht.
"Schwarzer Diamant, der Begriff entstand sehr schnell", erinnert sich Prof. Rainer Slotta. Dem Direktor des Bergbaumuseums ist wie allen Beteiligten der Stolz auf das neue, fünf Millionen Euro teure Kleinod anzusehen.
Siliziumkarbit
Und angesichts der Wirtschaftskrise kann er nur froh sein: "Wir sind gerade noch rechtzeitig gekommen." Der Bau scheint rundum gelungen. Von außen glitzerte gestern der schwarze Bau im Sonnenlicht. "Siliziumkarbit", erläutert Stefan Niederhagemann, der als Bauingenieur für das Haus die Bauleitung übernommen hat.
Für den Effekt war eine besondere Auftragstechnik notwendig, die gute Handarbeit verlangte.
Melongelb
Im Inneren leuchten seit kurzem die "Stollengänge" in Melonengelb. Diese, das Erdinnere und Hitze symbolisierende Gänge ziehen sich vom Altbau kommend durch das ganze Gebäude, um dann wieder in den Altbau zu führen.
Die farbigen Wände und Böden werden von Lichtleisten begleitet, die den Diamanten nachts auch von außen sehenswert machen.
Schnittmodel des Bergbaus
Schon jetzt, wo vieles noch nicht fertig ist, wird klar, dass hier wohl kaum jemand den Fahrstuhl benutzen will. Diese Architektur, dem Schnittmodell des Bergbaus nachempfunden, erregt Aufmerksamkeit.
Als die Architektenkammer zur Baustellenführung einlud, kamen gleich 150. Architektur-Reiseführer haben sich bereits angesagt.
Ohne Stütze
So leuchtend die Gänge, so pur die beiden großen Hallen. Jeweils 360qm groß kommen sie ohne jede Stütze aus. Wände und Boden haben den rohen Charme von Sichtbeton. Damit lenken sie den Blick naturgemäß auf die Ausstellungen.
Durch eine Öffnung in der Mitte könnten Ausstellungs-Objekte 14 Meter lang herunter hängen - immerhin 5 Tonnen dürften sie schwer sein. Auch Vorträge sind hier möglich. Die RAG hat sich schon angesagt.
Verborgene Technik
"Das sind Räumlichkeiten, die alles können", betont Slotta. Die gesamte Technik ist unsichtbar. Die Heizung samt Klimatechik ist in Wänden, Decken und Boden verschwunden.
Barbara-Sammlung
Im Erdgeschoss wurde zudem eine Barbara-Halle eingerichtet. Die Vitrinen stehen bereits, in der kommenden Woche wird die Präsentation vorbereitet.
Hier wird die Barbara-Sammlung des Bergbau-Museums, die größte der Welt, als einziges dauerhaftes Element seinen Platz finden.

























