Betriebsversammlung: Antwerpen nicht auf Kosten von Bochumer Opelwerk retten
BOCHUM Produktionen von Bochum nach Belgien zu verlagern - dieser Vorschlag wurde bei der Betriebsversammlung der Bochumer Opelaner vehement abgeschmettert. Für das Treffen der deutschen Betriebsräte am Donnerstag befindet sich Rainer Einenkel in einer guten Ausgangslage, um den Bochumer Standort auch weiterhin zu verteidigen.
Den Opel-Standort Bochum sieht Betriebsratschef Rainer Einenkel in Gefahr. (Foto: dpa)
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Damit reagierten sie auf Vorschläge anderer deutscher Standorte, Produktionen von Bochum nach Belgien zu verlagern. Betriebsratschef Rainer Einenkel hat damit kein Problem - wenn etwa im Gegenzug die für Rüsselsheim vorgesehene Astra-Produktion in das Revier verlagert wird.
Viel zu besprechen
Wenn am Donnerstag (18.) die Betriebsräte der deutschen Werke sich mit den Unternehmensvertretern treffen, gibt es offensichtlich viel zu besprechen. Die Ausgangslage von Rainer Einenkel scheint komfortabel. Die von ihm angeführte Liste hat bei den gerade abgeschlossenen Betriebsratswahlen 21 von insgesamt 31 Mandaten errungen. Die absolute Mehrheit in allen drei Werksteilen.
Starke Position "Das hat es in den letzten 20 Jahren nicht gegeben", sagt der außerordentlich gestärkte BR-Chef Rainer Einenkel. Eine Position, die er im Sinne der Beschäftigten und des Standortes nutzen will.Auf der Betriebsversammlung hat er deshalb nachdrücklich die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert. "Wir haben den Eindruck, der Bürgschafts-Antrag soll tot geprüft werden." Mit der großen Gefahr, dass am Ende Deutschland außen vor steht - und sogar die Schließung von Werken droht.
Bürgschaft von britischer Regierung
In anderen Ländern sind mittlerweile Fakten geschaffen worden, um die Standorte zu sichern. So hat die britische Regierung erst am Freitag GM eine Bürgschaft von 300 Millionen Euro für die GM-Tochtergesellschaft Vauxhall gewährt. Um gar keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, betont Einenkel, dass es nicht um Zuschüsse geht.
Millionengewinn
"Jeden Cent, den GM vor einigen Monaten bekommen hat, hat das Unternehmen zurückgezahlt. Mehr noch. Der Staat habe einen Millionengewinn gemacht. Einmal mehr verweist Einenkel auf die vielen Arbeitsplätze, die am Opel-Werk Bochum hängen. Allein 10.000 in der Stadt.
























