Kita-Streik: Arbeitskampf geht weiter/Beitragserstattung wird noch geprüft
BOCHUM Im Tarifstreit der Sozial- und Erziehungsdienste gibt es einen neuen Verhandlungstermin. Am Dienstag, 9. Juni wird in Frankfurt/Main mit den Arbeitgebern verhandelt. In Bochum geht der Arbeitskampf Anfang nächster Woche weiter. Unterdessen teilte die Stadt mit, dass eine Erstattung der Beiträge derzeit noch geprüft werde. Notgruppen wird es in der kommenden Woche auf jeden Fall wieder geben.
Am Wichlinghofer Kindergarten eskalierte die Situation. Streikposten beschimpften Mütter. (Foto: Archiv)
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Beschäftigte mit einbinden
"Wir fordern die Beschäftigten bei der Vorbereitung und Durchführung der Gefährdungsbeurteilung zu beteiligen und über die Ergebnisse zu unterrichten", so Rösener weiter. Nach Meinung von ver.di bleibt der bisherige Arbeitgebervorschlag für einen Gesundheitstarifvertrag hinter den bisherigen gesetzlichen Ansprüchen zurück.
Die Stadt richtet auch in der kommenden Woche wieder Notgruppen ein. Am Montag und Dienstag wird es erneut zwei Gruppen für je 25 Kinder geben. Bei der Vergabe der wenigen noch freien Plätze müsse das Jugendamt weiterhin strenge Maßstäbe anlegen, teilte die Stadt mit. Denn etwa 1100 Kinder sind laut Stadt von den Streiks betroffen. Das Jugendamt rechnet mit einem großen Interesse und hat zwei Rufnummern für die Beratung betroffener Eltern und für die Vergabe von Notplätzen eingerichtet: Tel. (0234) 9
10-3106 und -3105.
Im Allgemeinen Sozialen Dienst setzt die Stadt pro Bezirk eine Sozialarbeiterin bzw. einen Sozialarbeiter ein.
Essensgeld wird anteilig erstattet
Ob die Eltern die Beiträge für die Kindergartenplätze erstattet bekommen, das ist noch unklar. Von Seiten der Stadt hieß es am Freitag, derzeit würde noch zivilrechtlich und öffentlich rechtlich geprüft, ob dies möglich sei. Der CDU-Ortsverband Westenfeld hatte Zweifel an einer eventuellen Erstattung bekundet.
Mit einer anteiligen Erstattung des Essensgeldes können Eltern auf jeden Fall rechnen. Das teilte eine Stadtsprecherin mit. Zurück gezahlt werden jedoch nur die Lebensmittelkosten, die sich auf rund 1,75 von den insgesamt 2,50 Euro belaufen.

























