Jobcenter Bochum: Arbeitsvermittler fühlen sich überlastet
BOCHUM Der Personalrat des Jobcenters Bochum klagt über Personalmangel und Überlastung. Derzeit könnten die Mitarbeiter im Jobcenter ihre Aufgabe „nicht mehr sachgerecht erfüllen“, sagte die Personalratsvorsitzende Karin Richter-Pietsch.
Die Personalräte des Jobcenters Bochum um die Vorsitzende Karin Richter-Pietsch (4. v. li.). (Foto: Bader)
- Arbeitsunfall beim Bochumer Verein 24-Jähriger in Transportwagen eingeklemmt
- Steven Sloane machte die Jahrhunderthalle zur doppelten Kathedrale Brücken von Bach nach Israel
- "Cyrano de Bergerac" Rohde hat die Nase vorn
- Bösch inszeniert "Die Ratten" Drama im Fantasie-Milieu
- Street-Artisten-Show Urbanatix trotzt der Schwerkraft
Derzeit gebe es über 2000 Postrückstände, die abgearbeitet werden müssten. Die Arbeitslosen bräuchten aber am 1. eines Monats Hilfe und nicht später, sagte Richter-Pietsch. Verschärft würde die Lage dadurch, dass 18 Arbeitsverträge Ende 2011 ausliefen und keine Planstellen mehr vorhanden seien.
85 Prozent Beteiligung bei der Wahl
Im April hatten die Beschäftigten mit einer Wahlbeteiligung von über 85 Prozent einen Personalrat gewählt. Seitdem seien aus neun Leistungsteams acht Überlastungsanzeigen eingegangen, auch aus dem Vermittlungsbereich, heißt es im Tätigkeitsbericht des Personalrats.
„Das Jobcenter macht im Moment die Menschen krank“, klagt Richter-Pietsch. Auch „im Interesse der Menschen vor dem Schreibtisch“, also der Arbeitslosen, forderte die Personalratsvorsitzende eine langfristige Personalplanung von den Trägern des Jobcenters. Außerdem sollen alle Verträge der Beschäftigten entfristet werden.
Hohe Fluktuation beim Personal
Die hohe Fluktuation bei den Mitarbeitern, sei das Hauptproblem, sagt die Geschäftsführerin des Jobcenters, Martina Fischer. „Wir brauchen Stabilität.“ Nur so könnten die Mitarbeiter ihre Aufgabe, die auch rechtlich anspruchsvoll sei, wirklich erfüllen.

























