Rotunde: Ars Urbana: Künstler machen die Stadt zum Thema
BOCHUM Die Ausstellung Ars Urbana in der Rotunde setzt sich kritisch mit den Themen des modernen Stadtlebens auseinander. Auf wenigen Quadratmetern setzen sich Künstler mit komplexen Themen auseinander.
Auf 505 gefaltenen Zetteln stehen die Koordinaten von 505 laufenden Atomkraftwerken. (Foto: Eckermann)
- Arbeitsunfall beim Bochumer Verein 24-Jähriger in Transportwagen eingeklemmt
- Steven Sloane machte die Jahrhunderthalle zur doppelten Kathedrale Brücken von Bach nach Israel
- "Cyrano de Bergerac" Rohde hat die Nase vorn
- Bösch inszeniert "Die Ratten" Drama im Fantasie-Milieu
- Street-Artisten-Show Urbanatix trotzt der Schwerkraft
Die 505 lila in die Dunkelheit strahlenden Zettel bilden auf Drahtseile wie auf Wäscheleinen aufgereiht ein Kubus, dessen rätselhafte Zahlenreihen sich dem Betrachter nicht gleich erschließen mögen.
Unsichtbare Gefahr
„Unsichtbar“ heißt die Installation, die Damm im Rahmen der Ausstellung „Ars Urbana“ in der Rotunde ausstellt - so unsichtbar wie die Gefahr, die von den 505 Atomkraftwerken ausgeht.
Ars Urbana setzt sich kritisch mit den Themen des modernen Stadtlebens auseinander: Auf wenigen Quadratmetern ballt der Organisator Olaf Rauch mit Ars Urbana Zukunft und Vergangenheit, Vergänglichkeit, Wandel und Unveränderliches zu einer polydimensionalen Ausstellung zusammen, die am Freitagabend (17.) offiziell eröffnet wird.
Fotostrecke Ars Urbana in der Rotunde
„Bonjour ihr süßen Zaubermäuse“ schrieben Sprayer vor einigen Jahren auf eine Ziegelmauer. Die Mauer wurde längst eingerissen - was bleibt ist ein Foto, das sepiafarben die Schönheit des kleinen Moments und der alltäglichen Unvollkommenheit zeigt.Über ein Dutzend Künstler bringen mit ihren Fotos, Skulpturen und Malerein ihre Liebe zum Verfall und ihre Visionen für die Zukunft der Städte zum Ausdruck.
Alle Aspekte der modernen Stadt
„Ich bin überzeugter Stadtmensch“, gesteht Rauch. Deshalb habe er in Ars Urbana alle Aspekte einer modernen Stadt vereinen wollen: Die Energie, ihre Gewinnung, den Verkehr, die Menschen.
Mit letzteren hat sich der Fotokünstler Michael Waldau auseinander gesetzt. In einem verfallenen Fabrikgebäude, dessen Boden von einer dünnen, spiegelglatten Eisschicht überzogen ist, inszeniert er eine Geisha, die seltsam entrückt in die Kamera blickt. Während des Ausstellungszeitraums werden immer wieder Schauspieler und Musiker mit Theaterstücken und Konzerten das Programm ergänzen. Giampiero Piria wird mit seiner Kioskwallfahrt das Stadtleben außerhalb der Ausstellungsräume erfahrbar und so das Konzept der Ars Urbana rund machen.
Vom 17. Juni bis zum 3. Juli Mittwoch bis Sonntag zwischen 15 und 19 Uhr ist Ars Urbana in der Rotunde am Konrad-Adenauer-Platz geöffnet. Der Eintritt ist frei.




























