JVA Bochum: Ausbrecher gilt als gefährlich - Polizei geht Hinweisen nach
BOCHUM Auch am dritten Tag nach seinem Ausbruch aus der JVA Bochum ist der 47-jährige Häftling weiter auf der Flucht. Nach der Veröffentlichung eines Fotos geht die Polizei jetzt Hinweisen aus der Bevölkerung nach. Der Mann gilt nun doch als gefährlich, hat möglicherweise auch getötet. Davon wusste in der JVA nur niemand.
Der Bochumer Ausbrecher (Foto: Polizei Bochum)
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Der Ausbrecher aus dem Bochumer Gefängnis ist nach neuen Erkenntnissen nun doch kein kleiner Ladendieb, sondern hat möglicherweise einen Menschen umgebracht. Gegen den am Sonntag ausgebrochenen Krzysztof Jeszke werde in Polen wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts ermittelt, teilte das Justizministerium in Düsseldorf am Montag mit und bestätigte einen „Bild“-Vorabbericht. Der Mann sollte nächsten Monat entlassen und nach Polen ausgeliefert werden. Er gilt nach Polizeiangaben als „potenziell gewalttätig“. Die Opposition im NRW-Landtag sprach von einem „Justizskandal“.
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Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) habe sich nach dem Ausbruch über die Hintergründe des polnischen Auslieferungsgesuchs kundig gemacht. Gegen den 47-Jährigen liegt ein europäischer Haftbefehl vor. „Die gestern geäußerte Einschätzung, es handele sich um einen Kleinkriminellen, kann so jedenfalls nicht aufrechterhalten werden“, stellte das Ministerium am Montag klar. Die Polizei leitete eine Öffentlichkeitsfahndung ein.
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