Bezirksvertretung Mitte: Bald kein Bus mehr auf dem Boulevard?
BOCHUM Mit einer Mehrheit von SPD und Grünen hat sich die Bezirksvertretung Mitte in ihrer Sitzung am Donnerstag gegen den durchfahrenden Busverkehr auf dem Boulevard ausgesprochen.
Vielleicht zukünftig ein Bild der Vergangenheit. (Foto: Archiv)
- Arbeitsunfall beim Bochumer Verein 24-Jähriger in Transportwagen eingeklemmt
- Steven Sloane machte die Jahrhunderthalle zur doppelten Kathedrale Brücken von Bach nach Israel
- "Cyrano de Bergerac" Rohde hat die Nase vorn
- Bösch inszeniert "Die Ratten" Drama im Fantasie-Milieu
- Street-Artisten-Show Urbanatix trotzt der Schwerkraft
Bei dem kontrovers diskutierten Thema ging es wieder um die Frage: Wie bekommt man die meisten Leute auf den Boulevard - mit oder ohne Bus?
Bezirksbürgermeister Dieter Heldt (SPD) führte gegen den Busverkehr an, dass durch die freie Fläche beispielsweise Freisitze auf den Boulevard installiert werden könnten. "Dadurch sind mehr Leute vor Baltz als wenn dort drei Leute an der Haltestelle stehen", spielte er auf die einstige Entscheidung des Rates an, sich für die Busdurchfahrt mit der Haltestelle in der Bongardstraße zu entschließen.
Beschädigung der Fahrbahndecke
Für Dr. Günter Levin (SPD), der das Thema als "abendfüllendes Programm" bezeichnete, spricht auch die ständige Beschädigung der Fahrbahndecke gegen den Busverkehr. "Der Boulevard wird systematisch kaputt gefahren", argumentierte er.
Aus Sicht der CDU werde der Boulevard auch ohne Busse nicht attraktiver. "Eine leerere Einkaufsstraße als den Boulevard nach 17 Uhr habe ich noch nirgendwo gesehen", polemisierte James Wille.
Ohne Busverkehr verschlimmere sich diese Situation. Und Freisitze? Die Straße sei verschattet, habe keinen großen Reiz, argumentierte Hans-Otto Forth (FDP). Nun liegt es am Rat, seine einstige Entscheidung neu zu überdenken.
56 Bäume gerodet
In punkto Neues Gymnasium gab es bereits einen einstimmigen Beschluss: Um die Baumaßnahmen zu realisieren, werden 56 Bäume, die unter die Baumschutzsatzung fallen, gerodet. Im Gegenzug werden 104 neue Bäume gepflanzt.

























