Bochum geht aus: Das bietet Bochums Gastro-Szene
BOCHUM 180 Seiten, prall gefüllt mit Informationen. Jede kündet von Kochkunst, Genuss, Lebensfreude. Kein Wunder, dass es still wurde, als die ersten Hefte von "Bochum geht aus" am Montagabend verteilt wurden, nur noch das Rascheln der Seiten zu hören war.
Chefredakteur Peter Erik Hillenbach (Mitte) und die Köche aus Bochum, Hattingen und Herne, die mit Köstlichkeiten die Präsentation "Bochum geht aus" begleiteten. (Foto: von Wangenheim)
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„Ein weiterer Schritt, um die gastronomische Diaspora aufzulösen“, urteilte Daniel Birkner, der mit seinem Restaurant Herr B. auf Platz 2 der Gourmet-Restaurants steht. Michael Hau, dessen Orangerie im Stadtpark erwartungsgemäß den Spitzenplatz belegte, ergänzte: „Jede Stadt, die von sich reden machen will, hat so ein Heft.“ Und Heinz Bruns von Haus Kemnade ist sicher, dass das Heft dazu beiträgt, dass Besseresser eher mal in der Stadt bleiben und nicht nach Essen fahren.
Überblick und Shopping-Adressen
Ob Gourmet-Tempel, Landgasthaus, Italiener oder Mittagstisch. Der Leser kann sich an den elf Besten-Listen orientieren oder die ausführlichen Besprechungen lesen, die nach Stadtteilen und alphabetisch sortiert sind. Ein Überblick über Clubs, Bars, Kneipen, Cafes, Hotels und ein paar Shopping-Adressen machen das Magazin komplett.
Lange hatte sich Chefredakteur Peter Erik Hillenbach gegen eine Bochum-Ausgabe des Magazins gesträubt, dass es in Essen und Dortmund schon seit zehn und acht Jahren gibt. Doch im gesamten Kammerbezirk, also mit Witten, Hattingen, Herne habe sich in den vergangenen Jahren so viel getan, gebe es inzwischen genug Qualität.
Komplimente für Heftmacher
Das finden auch Hugo Fiege und Herwig Niggemann, die sich für die Bochumer Ausgabe des Restaurantsführers stark gemacht haben. Von beiden gab es Komplimente für die Macher des Heftes. Die Qualität der Berichte der Tester, die anonym unterwegs sind, sei echt gut, ein Unterschied zu vielen anderen Hochglanzbroschüren.
Niggemann weiter: „Wir müssen Bochum auf die gastronomische Landkarte bringen. Unsere Stadt braucht sich nicht zu verstecken.“ Er lobte außerdem die Zusammenarbeit der Köche untereinander. Das sei in anderen Städten nicht so. Teamwork war auch die Bewirtung am Abend. Sieben Gastronomen sorgten für das Menü. Bei Cappuccino vom bretonischen Hummer und Trüffel, Würstchen vom Pfälzer Saumagen mit Rahmkraut und Senfschaum oder Tonkabohnencreme mit Gewürzorangen und Schokoladen-Altbierschaum war der nächste Restaurantbesuch schnell verabredet.

























