Namens-Schwester zu Besuch: Frau Bochum besucht Bochum
BOCHUM. Für eine Serie hatten die Ruhr Nachrichten vor einem Jahr Erika Bochum ausfindig gemacht. Damals erklärte sie, dass sie "immer schon vorgehabt habe, die Stadt zu besuchen". Auf Einladung von Lothar Gräfingholt sah sie sich jetzt in Bochum um.
Erika Bochum und Lothar Gräfingholt auf dem Balkon.
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In der Serie hatten die Ruhr Nachrichten unter anderem Bauwerke, Flugzeuge, Schiffe und eben auch Personen vorgestellt, die den Namen „Bochum“ tragen. Die heute 71-Jährige kannte ihre Namens-Schwester aus dem Ruhrgebiet zwar, besucht hatte sie sie bis dahin aber nicht.
Einladung
Das wollte CDU-Politiker Lothar Gräfingholt so nicht stehen lassen und lud die Rentnerin aus Quickborn ein. Am besten im Jahr der Kulturhauptstadt, wenn die Stadt noch mehr zu bieten habe. Erika Bochum sagte begeistert zu und machte sich vor einer Woche vom hohen Norden aus auf den Weg in die Ruhrstadt. Hier wurde sie schon von Gräfingholt und einem voll gepackten Programm erwartet. Direkt am Freitag ging es nach Stiepel, im Kloster stand ein Orgelkonzert an. „Ich liebe Musik, das war ein tolles Konzert“, zeigte sich die 71-Jährige schon von der ersten Station begeistert. Und von ihrem Gastgeber: „Herr Gräfingholt war mir sofort sehr sympathisch – und sehr fürsorglich.“ Denn Erika Bochum ist zwar immer noch rüstig, allerdings nicht mehr gut zu Fuß. Und deshalb brachte sie Lothar Gräfingholt auch am Samstag an alle Sehenswürdigkeiten so nah heran, wie es überhaupt ging.
Auf den Tippelsberg
Die Jahrhunderthalle, die Glocke vor dem Rathaus, das Planetarium, das Bergbau-Museum, eine Fahrt über den Kemnader See – der Politiker ließ kaum etwas aus. Auch Gräfingholts „Lieblingsplatz“, der Tippelsberg, durfte nicht fehlen. Nach ganz oben schaffte es Erika Bochum zwar nicht, auf halber Strecke genoss sie aber auf einer Bank den tollen Blick über das Ruhrgebiet. „Das hat mir alles so gut gefallen, das kann ich kaum beschreiben“, schwelgt die 71-Jährige Tage später noch in ihren Erinnerungen.
Höhepunkt
Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Still-Lebens auf der A40. Im Vorfeld hatte die Quickbornerin aber Bedenken: „Ich habe gedacht: Oh, Gott, wie komme ich denn auf eine Autobahn“. Kein Problem, Gräfingholt steuerte die nächstliegende Auffahrt an, von dort war es nur ein kurzer Weg zu dem gemieteten Tisch. Besonders amüsant war dort immer wieder, wenn Gräfingholt die Quickbornerin seinen Freunden vorstellte. „Das ist Frau Bochum“, sorgte für ungläubige Blicke und für Schmunzeln.
Die 71-Jährige wird dieses Wochenende lange in Erinnerung behalten. Zumal sie es vielfach im Bild festhielt. Dort, wo sie ihren Namen entdeckte, machte sie einen Schnappschuss. Und das waren doch einige.

























