Haushaltssicherungskonzept: Gebühren nach oben schrauben
BOCHUM Dieses Werk ist nur Finanzgenies und Mathematik-Fans zuzumuten. Das fast 600-Seiten starke Haushaltssicherungskonzept ist ein Wust aus Tabellen, Zahlen und Produkt-Nummern – und hält doch zwischen den Kommastellen einige Überraschung bereit.
Platz 2 in Deutschland: das Planetarium (Foto: Neubauer)
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So droht vielerorts eine saftige Gebührenerhöhung:
- Auch bei den Hallenbädern. Die könnten bereits ab 2010 15 Prozent teurer werden – umgerechnet 50 Cent.
- Das Planetarium soll möglichst ab 2011 über 180 000 Euro zusätzlich einnehmen. Eine Steigerung um satte 50 Prozent.
- In der Musikschule sollen die Gebühren in zwei Stufen angehoben werden. Zehn Prozent ab 2011 und nochmal 15 Prozent ab 2014. Gleichzeitig fallen 600 Unterrichtsstunden weg: „Die Maßnahme wird zur Folge haben, dass bis 2015 kaum noch Schüler der ‚normalen‘ Warteliste in den Instrumentalunterricht aufgenommen werden“, schreibt Aloisius Groß, Leiter der Musikschule, ergänzend im Entwurf zur Haushaltskonsolidierung.
- Das Kunstmuseum bekommt die Vorgabe, 25 000 Euro mehr Eintrittsgelder einzunehmen. Im Vergleich: 2007 wurden Eintrittskarten im Wert von gerade mal 30 000 Euro verkauft.
- Und die Stadtbücherei muss nicht nur um ihre Zweigstellen in Querenburg und Gerthe fürchten, sondern soll ebenfalls ihren Eigenanteil steigern. 150 000 Euro sieht der Planansatz für zusätzliche Benutzer- und Mahngebühren vor.
- Die so genannte Liste der Tränen – also das Haushaltssicherungskonzept, das an diesem Freitag in die politischen Gremien eingebracht werden soll – ist somit gleich doppelt zum Heulen. Nicht nur werden die Bürger dieser Stadt tiefe Einschnitte zu spüren bekommen, sondern gleichzeitig auch den einen oder anderen Euro mehr ausgeben müssen.

























