Prozess: Gemeiner Haustürtrick: Familie vor Gericht
BOCHUM/WITTEN Nach einer Serie von hinterhältigen Haustürtricks hat vor dem Bochumer Landgericht am Montag der Prozess gegen fünf Familienmitglieder aus Düsseldorf und Frankfurt begonnen. Laut Staatsanwaltschaft haben die drei Frauen und zwei Männer gezielt hilfsbedürftige Senioren ausgenommen.
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Die Täter gingen fast immer nach der gleichen Masche vor. Sie fuhren mit zuvor gemieteten Autos durch Wohngebiete und sahen sich gezielt nach älteren Menschen um, die gerade vom Einkaufen kamen.
Die potenziellen Opfer wurden bis zur Haustür verfolgt, dann angesprochen. Dabei gab eine der Täterinnen entweder vor, eine Nachricht für einen Nachbarn hinterlassen oder sich um eine Putzstelle bewerben zu wollen.
Nach Glas Wasser gefragt
Manchmal wurde auch einfach nur nach einem Glas Wasser gefragt. Wurde die Wohnungstür geöffnet, gesellte sich schnell eine zweite Frau hinzu, die oft vorgab, eine Schwester zu sein.
Gleichzeitig wurde ein großes Tuch hervorgeholt und in der Luft ausgebreitet, so dass unbemerkt eine weitere Täterin in die Wohnung schleichen und die Räume nach Wertgegenständen durchsuchen konnte. Beendet wurde die Aktion durch ein Klopfzeichen. Schöpften die Opfer Verdacht, wurde auch Gewalt angewendet.
In 18 Taten verwickelt
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Angeklagten zwischen Februar und März 2009 mindestens in 18 Taten verwickelt waren. Der Wert der Beute soll sich auf über 50.000 Euro belaufen. Zum Prozessauftakt haben sich die Angeklagten noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

























