Stiftung Bochumer Symphonie: Große Herausforderungen für neue Geschäftsführerin
BOCHUM Aufbruchstimmung in der Stadt erzeugen, möglichst viele Menschen mitnehmen, eine Millionenlücke schließen: Riesige Herausforderungen warten auf die neue Geschäftsführerin der Stiftung Bochumer Symphonie / Musikzentrum, Dr. Britta Freis. Sie geht sie optimistisch an. Die Aufgabe ist schließlich nicht neu für sie.
Dr. Britta Freis ist die neue Geschäftsführerin Stiftung bochumer Symphonie/Musikzentrum Bochum. (Foto: Thomas Aschwer)
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Nur wenige Tage nach ihrem offiziellen Dienstbeginn bei der Stiftung am 1. Juli legt sie bereits erste konkrete Pläne vor. Ein Dreiklang aus ganz vielen Klein-, einigen Großspenden sowie hunderter Stuhlpatenschaften soll helfen, die noch fehlenden vier Millionen Euro zu beschaffen. Bewusst rückt sie damit etwas von der Konzentration auf Patenschaften ab.
Stuhlpatenschaften, aber auch Spenden
Aus jahrelanger Erfahrung wisse sie, dass die Akquise immer auf mehrere Beine gestellt werden müsse. „Mit Elan“ werde deshalb die Stiftung das Projekt Stuhlpatenschaften weiterverfolgen. „Es ist ein wunderbares Instrument.“ Aber sie will auch weiter um Spenden werben.
„Die wirtschaftliche Lage ist besser als 2009 und 2010.“ Dazu gehe es jetzt um ein deutlich erweitertes Konzept. Ein Zentrum für kulturelle Bildung, das in der Region einmalig sei. „Wir sind deshalb überzeugt, dass die Finanzierung zu schaffen ist.“
Amtsantritt: "Entscheidender Schritt"
Ein positive Grundeinstellung, die Generalmusikdirektor Steven Sloane stets ausstrahlt. Er machte erneut deutlich, wie viel bereits erreicht worden ist. „Es war die erfolgreichste Kampagne Bochums. Jetzt sind wir kurz vorm Ziel.“ Im Amtsantritt von Freis sieht er den entscheidenden letzten Schritt.
Einig ist er sich mit der neuen Stiftungs-Geschäftsführerin, dass es sich bei dem Musikzentrum um ein Projekt „mit überregionaler Bedeutung handelt“. Das allerdings noch nicht finanziell gesichert ist. Britta Freis nutzte ihre Vorstellung gleich zu einem Aufruf an alle Bürger: „Jede Kleinspende ist extrem wichtig.“ Mit Aktionen und großer Transparenz will sie ihren Beitrag dazu leisten, dass die Finanzierungslücke geschlossen werden kann. Dazu sei es aber zwingend notwendig, viel mit den Menschen reden.
In diesen Gesprächen will Freis deutlich machen, dass es bei dem Musikzentrum nicht um ein „neues Hochglanzprojekt“ geht. Es stehe vielmehr für Verlässlichkeit und Konstanz. Das sei zwar in der Öffentlichkeit oft nicht „sexy genug“, für die Stadt und ihre Bürger aber von enormer Bedeutung. Und damit jede Kraftanstrengung wert.

























