CargoCap: Güter unter dem Ruhrgebiet transportieren
BOCHUM Das unterirdische Transportsystem CargoCap kann sich für private Investoren lohnen. Güter könnten über insgesamt 85 Kilometer zwischen Dortmund und Duisburg transportiert werden und an 24 Stationen ein- oder ausgeladen werden. Nur das Geld fehlt.
Oben Autos, unten Güter. So sähe der CargoCap-Transport aus. (Foto: visaplan)
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Es gibt eine positive Wirtschaftlichkeitsstudie, es gibt eine nicht fertig gebaute Modellstrecke des Lehrstuhls für Maschinenelemente und Fördertechnik der Ruhr-Uni Bochum. Und jetzt gibt es auch eine Marktpotenzialanalyse.
CargoCap soll sich für Private lohnen
Die CargoCap-Mannschaft um Projektleiter Stein hat sie am Freitag in Bochum vorgestellt. Im Kern besagt sie: Das Gütertransportsystem CargoCap ist ein „betriebs- und volkswirtschaftlich rentables Infrastrukturprojekt“. Sprich: Der Bau einer 85 Kilometer langen unterirdischen Röhre zwischen Dortmund und Duisburg zum Transport von Gütern in CargoCap genannten Wagen lohne sich für private Investoren.Vorerst Pilotstrecke geplant
Da sich in zwölf Jahren kein Geldgeber gefunden hat, scheinen die CargoCap-Initiatoren an der Uni Bochum und der Uni Duisburg-Essen aber nicht gleich mit dem Maximalen zu rechnen. Ein Investor für eine kleine Pilotstrecke, die in rund zwei Jahren zu bauen sei, der würde ihnen erstmal reichen.
Viel Interesse
Interesse am CargoCap zeigen viele. Lobende Worte zum Zukunftspotenzial, auch die gibt es en masse. „Das ist eine ernst zu nehmende Alternative zu klassischen Transportwegen“, sagte NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper (CDU) gestern. Zumal der LKW-Verkehr im Ruhrgebiet an die Grenzen der Leistungsfähigkeit stoße. Besser für Klima und Gesundheit sei der unterirdische Transport ohnehin.
Straßen schon da
Trotz Lob – Geld vom Land gibt es nicht. Lienenkämper: „Subventionen sind nicht geplant.“ Sie seien nach der jüngsten Analyse auch nicht nötig. Kaum ist der Minister außer Hörweite, sagt Wagner allerdings, es sei schwer, ausschließlich private Investoren zu finden. „Die Unternehmen fragen, warum sollen wir in ein alternatives Verkehrssystem investieren, wenn die Straßen da und umsonst sind?“

























